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M-Real verkauft Bereich »Graphic Papers« an Sappi

Kapazitäten in Europa reduzieren sich um rund 600.000 Tonnen

Der finnische Papierhersteller M-Real hat seinen Produktbereich »Graphic Papers« zum 29. September 2008 an den südafrikanischen Sappi-Konzern verkauft. Wie das Unternehmen mitteilte, hat die Transaktion einen Wert von 750 Millionen Euro. Davon sollen 500 Mio. Euro durch Barmittel und übernommene Schulden, 200 Mio. Euro als Lieferantenkredit und neu ausgegebene Sappi-Aktien im Wert von 50 Mio. Euro finanziert werden. Durch den Verkauf soll die Nettoverschuldung von M-Real um rund 630 Mio. Euro sinken.
Teil der Transaktion sind der deutsche Standort Stockstadt, Biberist in der Schweiz und die beiden finnischen Papierfabriken Kirkniemi und Kangas. Eine langfristige Vereinbarung für die Lieferung von Zellstoff, gebleichten chemisch-thermomechanischen Holzstoff (BCTMP) und weitere Servicedienstleistungen seien ebenfalls Teil der Vereinbarung hieß es weiter.
Die Standorte Hallein, Äänekoski, die Zander-Papierfabriken Gohrsmühle und Reflex sowie die Papiermaschine 8 der Papierfabrik Husum bleiben weiterhin Teil von M-Real. Die Standorte Äänekoski und Husum sollen nach Abschluss der Transaktion für Sappi produzieren. In den Papierfabriken Hallein und Gohrsmühle soll die Produktion von gestrichenem Feinpapier eingestellt werden, wodurch sich die Kapazitäten in Europa um rund 600.000 Tonnen reduzieren.
Über die Zukunft von Hallein befindet sich M-Real nach eigenen Angaben derzeit noch in Verhandlungen mit ausgewählten Partnern. Ziel sei es, Gohrsmühle und Hallein als Produktinseinheit von Spezialpapier umzustrukturieren und die Produktion von ungestrichenem Feinpapier in Gohrsmühle weiter auszubauen.
Das operative Ergebnis der nun verkauften Einheiten lag in der ersten Jahreshälfte 2008 bei minus 30 Mio. Euro.
Der Verkauf unterliegt noch der Zustimmung durch die Sappi-Aktionäre und der Kartellbehörden und soll im letzten Quartal 2009 abgeschlossen werden.

M-Real http://www.m-real.com

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