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MAN verkauft MAN-Roland-Mehrheit an eine Allianz-Tochter

Allianz Capital Partners will MAN Roland Druckmaschinen weiterentwickeln und Wachstum finanzieren

Der Münchener Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN und Allianz Capital Partners, eine 100%-Tochter des Allianz-Konzerns, gründen ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Zweck, die MAN Roland Druckmaschinen AG zu erwerben. Der Hersteller von Drucksystemen soll weiterentwickelt und in einigen Jahren an die Börse gebracht werden. Ein entsprechender Letter of Intent wurde dazu unterzeichnet. Die MAN AG wird mit 35% am Eigenkapital des Gemeinschaftsunternehmens beteiligt sein und die Unternehmensentwicklung weiter »konstruktiv begleiten.« Über Details der Vereinbarung wurde bis zum endgültigen Abschluss Stillschweigen vereinbart.
Mit finanzstarken Eignern will der weltweit zweitgrößte Hersteller von Druckmaschinen und Anbieter zahlreicher Produkte und Leistungen rund um den Druckprozess sein eingeschlagenes Wertsteigerungsprogramm fortsetzen. Wie der Vorstandsvorsitzende von MAN Roland, Gerd Finkbeiner, betont, bleibt die »Kontinuität im Management, in der Unternehmensstruktur und im Markennamen« gewahrt.
Allianz Capital Partners will das Unternehmen in der Rolle des Finanzinvestors aktiv darin unterstützen, »eine wesentliche Rolle in der Druckbranche einzunehmen«. Laut Thomas Pütter, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Allianz Capital Partners, habe MAN Roland mit seiner starken Marktposition und seinem Produkt-Know-how eine gute Ausgangsposition, um weiter zu wachsen und »in der anstehenden Konsolidierung der Branche eine gestaltende Rolle zu spielen.«
Neben einer Forcierung des organischen Wachstums ist dabei auch ein Wachstum über gezielte Akquisitionen vorgesehen, wie es weiter heißt. Der Ausbau des Geschäftes mit Dienstleistungen, Ersatzteilen und Verbrauchsmaterial (Service, Spares, Supplies) und damit die Erschließung neuer Geschäftsfelder, die regionale Expansion in Wachstumsmärkte und eine Ergänzung des Produktprogramms für Bogen- und Rollenmaschinen sind wesentliche Eckpfeiler der künftigen strategischen Ausrichtung von MAN Roland.
Bei einem Umsatz im Geschäftsjahr 2005 von 1,738 Mrd. Euro und einem Exportanteil von 83% erwirtschaftete das Unternehmen ein operatives Ergebnis von 65 Mio. Euro. MAN Roland hat sich in beiden Geschäftsfeldern – Rollen- und Bogenmaschinen – nach oben entwickelt. Der drei Jahre lang defizitäre Bereich Bogendruckmaschinen hatte den angekündigten Break-even geschafft und ein positives Ergebnis erwirtschaftet (+6 Mio. Euro nach -41 Euro in 2004). Der Rollendruckbereich verzeichnete mit 1,183 Mrd. Euro erneut einen hohen Auftragseingang und steigerte sein Segment-Ergebnis auf 59 Mio. Euro (Vorjahr 44). Für 2006 rechnet MAN Roland mit einer weiteren Steigerung des operativen Ergebnisses.

MAN Roland Druckmaschinen AG http://www.man-roland.de

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