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Madsack Mediengruppe: Druckstandort in Hannover soll 2017 geschlossen werden

170 Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz – Druckaufträge sollen ab 2017 bei Oppermann gedruckt werden
 

Die Madsack Mediengruppe will 2017 ihren Druckstandort in Hannover schließen und die Druckaufträge für die Hannoversche Allgemeine Zeitung und die Neue Presse an das Druckhaus Oppermann übergeben. Durch die Schließung werden rund 170 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren.

2017 ist Schluss: Wie die Geschäftsführung gestern bekannt gegeben hat, wird die Madsack Mediengruppe ihre Druckerei in Hannover schließen. Die Druckaufträge für die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" und die "Neue Presse" sollen danach an die Oppermann Druck und Verlags GmbH & Co. KG in Rodenberg übergeben werden. Im Zuge dessen will Oppermann einen zweistelligen Millionenbetrag in Druckmaschinen, Weiterverarbeitungslinien und Gebäude investieren. Durch die Schließung der Madsack-Druckerei verlieren 170 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz.

Eine Neuinvestition in Drucktechnik am bestehenden Standort Hannover sei aufgrund der vorhandenen Infrastruktur aus den 70er Jahren wirtschaftlich nicht darstellbar, so die Geschäftsführung der Mediengruppe. Daher werde der Druckstandort Hannover 2017 geschlossen. Wie Thomas Düffert, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung erklärt, werde die Schließung der Druckerei und die Übergabe der Druckaufträge an das Druckhaus Oppermann dem Konzern "finanzielle Handlungsfreiheit für strategisch wichtige Investitionen der Zukunft" geben. Den Abbau der von der Schließung betroffenen 170 Arbeitsplätze will Madsack nun so sozial wie möglich gestalten und zeitnah Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretungen aufnahmen.

Die Hintergründe der Schließung liegen in der allgemeinen Situation am Druckmarkt, bei dem rückläufige Auflagen zu Überkapazitäten und Preisverfall führen. Auch am Standort Hannover sei das Druckvolumen nach Aussage der Madsack Mediengruppe in den letzten zwei Jahrzehnten stark gesunken: Hauptsächlich wegen des Wegfalls von Fremdaufträgen habe sich das Volumen von über einer Million Exemplare pro Tag auf rund 340.000 reduziert.

„Die Beauftragung der Druckerei Oppermann ist daher gegenüber dem Fortbetrieb der eigenen Druckerei in Hannover leider die wirtschaftlich zwingende Lösung", erklärt auch Christoph Rüth, der unter anderem für den Bereich Druck zuständige Konzerngeschäftsführer der Madsack Mediengruppe. "Die baulich veralteten und angesichts des gesunkenen Druckvolumens überdimensionierten Gebäude und Anlagen am bisherigen Standort in Hannover hätten im Fall des Fortbetriebs viel zu hohe Investitionen erfordert." Oppermann hingegen müsse lediglich einen Anbau an die bereits bestehende Druckerei vornehmen und könne zudem – anders als es Madsack beim Fortbetrieb gekonnt hätte – im operativen Druckbetrieb vielfältige Synergien mit der bereits bestehenden Druckerei in Rodenberg heben.

Mit dem Wechsel der Druckaufträge für die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" und die "Neue Presse" zum Druckhaus Oppermann soll sich auch das Format der Zeitungen ändern: vom heutigen Nordischen Format ins handlichere Rheinische Format ab 2017.

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