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Manroland Sheetfed: Kurzarbeit soll am 30. April enden

„Chinesischer Markt zieht wieder an“ – neue Roland 700 Evolution als ein Umsatzmotor
 

Blick auf die erst kürzlich mit dem Red Dot Design Award 2015 ausgezeichnete Roland 700 Evolution (hier bei der Weltpremiere im November 2014 im Print Technology Center von Manroland Sheetfed in Offenbach bei Frankfurt/M.).

Ende vergangenen Jahres wurde bekannt, dass die rund 800 Beschäftigten bei der Manroland Sheetfed GmbH im Werk an der Mühlheimer Straße in Offenbach am Main sich in den ersten sechs Monaten des neuen Jahres auf Kurzarbeit einstellen müssten. Jetzt kommt die Meldung, dass die Kurzarbeit bereits zum 30. April beendet werden kann. Das berichtet das Online-Portal der Frankfurter Rundschau (fr-online.de). Auf Nachfrage von Deutscher Drucker/print.de bei Manroland Sheetfed wurde dies bestätigt. 

Grund für diesen Schritt: Die Auftragszahlen steigen aufgrund der Marktvorstellung der neuen Druckmaschine Roland 700 Evolution „unerwartet stark“, wie es heißt. Geschäftsführer Rafael Penuela hatte den Betriebsrat sowie die Offenbacher Agentur für Arbeit vor einigen Tagen über die vorzeitige Beendigung der Kurzarbeit informiert. Noch formell zustimmen muss aber die Mitarbeitervertretung.

Hintergrund sei der „gute Auftragseingang im ersten Quartal dieses Jahres“, wird Penuela zitiert. Auch für April zeichne sich bisher eine gute Auftragslage ab. Insgesamt lägen die Zahlen 20 Prozent über dem Jahresmittel von 2014, meldet fr-online.de weiter.

Im Februar 2015 hatte die Muttergesellschaft Langley Holdings PLC mit Blick auf das zurückliegende Geschäftsjahr bei Manroland Sheetfed noch ein Umsatzminus von 9% im Vergleich zu 2013 gemeldet, aber unter Berücksichtigung interner Umsätze hätte ein Vor-Steuer-Gewinn von rund 15 Mio. Euro erzielt werden können (siehe print.de). Der Rückgang sei vor allem auf den „schwachen chinesischen Markt zurückzuführen“, wie es vor zwei Monaten hieß. 

Jetzt sieht Geschäftsführer Penuela für die aktuelle Entwicklung vor allem folgende Ursachen: Einerseits habe sich der chinesische Markt, der weltweit größte für Druckmaschinen, wohl von seiner Flaute erholt, von dort gebe es bessere Auftragseingänge, andererseits wollen aber auch Unternehmen aus Europa, Südostasien und den USA Druckmaschinen aus Offenbach, so das Online-Portal weiter.

Die Geschäftsführung hatte bereits bei Ankündigung der Kurzarbeit die Hoffnung geäußert, die im November 2014 neu vorgestellte Druckmaschine Roland 700 Evolution werde im Laufe des Jahres 2015 wieder für mehr Nachfrage sorgen (siehe print.de), was offensichtlich schon eingetreten ist.

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