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Manroland Sheetfed als langfristiges Investment

Produktpalette wird vorerst beibehalten

Eine Offsetmaschine wird Manroland Sheetfed auf der Drupa ausstellen: eine Roland 700, auf der Messe mit acht Druckwerken und Lackeinheit, konfiguriert für den Verpackungsdruck.

Vier Wochen nach der Übernahme von Manroland Sheetfed gab Tony Langley, Inhaber und Geschäftsführer der neuen Muttergesellschaft Langley Holdings, weitere Details zur Neuausrichtung des Offenbacher Druckmaschinenbauers bekannt.

Für die Kunden und Mitarbeiter sicherlich ein erfreulicher Ausblick: Tony Langley sieht Manroland Sheetfed nicht nur als kurzfristiges Investment. „Es ist mein Prinzip, in ein Geschäftsfeld langfristig zu investieren. Wir engagieren uns nicht in einem neuen Bereich, um ihn nachher wieder zu verkaufen.“ Langleys Philosophie – das zeigt auch die Geschichte seiner Unternehmensgruppe – ist nicht die eines Ex-und-Hopp-Investors. Vielmehr sieht er sich als langfristiger „industrieller Investor“, der eine klare Vision von einer profitablen Unternehmensstruktur hat. Offensichtlich wird dies auch von der Belegschaft so gewertet: Bei keiner Übernahme, so Tony Langley, sei er von den Mitarbeitern so begeistert empfangen worden wie in Offenbach.
In einem ersten Schritt wird das Unternehmen dem Marktvolumen entsprechend umgebaut. Die jetzige Firmengröße passe bereits zum Markt, so Langley. Im Rahmen der Insolvenz waren über 900 Stellen gestrichen worden. Heute sind in Offenbach noch knapp über 800 Mitarbeiter an Bord. Tony Langley: „Wir wollen den Wandel und entwickeln uns weg vom institutionalisierten Führungsstil. Als flexibler Mittelständler wird Manroland Sheetfed seinen Platz in der Druckmaschinenindustrie finden“, gibt der Firmenchef die Marschrichtung vor. Mit einem signifikant steigenden Investitionsvolumen der Druckindustrie rechnet der Brite nicht. Deshalb orientiert sich das Unternehmen an einem niedrigeren Niveau. Mit 400 Mio. Euro Jahresumsatz wollen die Offenbacher bereits in diesem Jahr schwarze Zahlen schreiben.
 
Wie das Maschinenportfolio in Zukunft aussehen wird, ist noch nicht ganz klar. Aktuell werden die Marktdaten und die nun durch die schlankere Unternehmensstruktur günstigeren Produktionskosten analysiert. Vorerst will Manroland Sheetfed die bestehende Produktpalette beibehalten. Allerdings ist man schwer am Rechnen, ob die Produktion der Roland 200 und vor allem der Roland 50 fortgeführt wird. Die Offsetmaschinen vom Typ 500,  700 und 900 stehen hingegen nicht zur Disposition. Auf der Drupa ist das Unternehmen mit einer Maschine vertreten: eine Roland 700 mit acht Druckwerken und Lackeinheit, konfiguriert für den Verpackungsdruck.
Auch der Digitaldruck bleibt auf der Tagesordnung: Derzeit laufen Gespräche mit Océ über eine Fortführung der bisherigen Kooperation. „Der Digitaldruck ist weiterhin Teil unseres Forschungs- und Entwicklungsprogramms“, so Tony Langley. Gestern interessierte sich schon mal Benny Landa für Manroland Sheetfed und erschien zur Stippvisite in Offenbach.

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