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Manroland Web Systems hat Fertigung ausgelagert

280 Mitarbeiter sind in neue Produktionsgesellschaft gewechselt
 
Manroland Web Systems

Manroland Web Systems hat die Fertigung in eine neu gegründete Firma ausgelagert.

Der Druckmaschinenhersteller Manroland Web Systems hat seine Fertigung in eine neu gegründete Firma ausgelagert. Bereits am 12. Juni 2017 wurde die Manroland Web Produktionsgesellschaft mbH gegründet, die ebenfalls zur Lübecker Possehl-Gruppe gehört. Das neue Unternehmen soll, wie es in einer Pressemitteilung von Manroland Web Systems heißt, „zukünftig als Fertigungsunternehmen für sämtliche Branchen agieren“.

Die Ausgliederung soll helfen, „sich in einem schwierigen Marktumfeld noch zukunftssicherer aufzustellen, Kapazitäten optimal zu nutzen und eine stabile Beschäftigung zu gewährleisten“ – so das Unternehmen.

Die Manroland Web Produktionsgesellschaft tritt am Markt als Komplettlieferant für mechatronische Komponenten auf und bietet ein Leitungsspektrum vom Konstruktionsdesign über die Fertigung von Bauteilen bis hin zu Montage, Verdrahtung, Inbetriebnahme und Qualitätsprüfung. Im Detail verfügt die Gesellschaft in der Produktion über Kompetenzen in den Bereichen mechanische Fertigung, Blechtechnik, Oberflächentechnik, Schaltschrankbau, Messtechnik und Montage. Man wolle die beide Unternehmungen „mit einer eigenen Identität und fokussierten Geschäftszwecken unabhängiger vom weiterhin schrumpfenden Markt für neue Druckmaschinen machen und dadurch die Beschäftigung am Standort Augsburg halten“, wird Uwe Lüders, Vorstandsvorsitzender der L. Possehl, zitiert.

Gegenüber der Regionalzeitung Augsburger Allgemeine sagte Daniel Raffler, Mitglied der Geschäftsführung von Manroland Web Systems: „Wir gehen davon aus, dass unsere Einschätzungen des Neugeschäfts wohl um 200 Prozent übertroffen werden“. Auf dem Druckmaschinenmarkt zeichne sich zudem eine Stabilisierung ab, sodass ein Zuwachs an Kapazitäten für das neue Unternehmen nicht verwunderlich wäre.

Weniger euphorisch, so die Augsburger Allgemeine, sehe den Umbau dagegen die IG Metall. Sie bemängele von Beginn der Ausgliederung an ein fehlendes Zukunftskonzept bei Manroland. Zudem sind nicht alle Mitarbeiter in die neue Gesellschaft gewechselt. Dreizehn Mitarbeiter wurden freigestellt nachdem sie dem Wechsel in die neue Gesellschaft widersprochen haben. Insgesamt sind laut Manroland Web 280 Mitarbeiter in die Produktionsgesellschaft gewechselt. Wie es heißt, „zu gleichbleibenden Konditionen und einer Beschäftigungszusage bis 2019“.

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