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Manroland Web und Böwe Systec: "Geschäftsentwicklung nicht zufriedenstellend"

Mutterkonzern räumt "zu optimistische" Annahmen zur Marktentwicklung ein
 
Manroland Web Systems

Manroland Web Systems und Böwe Systec konnten 2014 nicht zum Gewinn des Mischkonzerns Possehl beitragen.

Der Lübecker Mischkonzern Possehl konnte im Geschäftsjahr 2014 die Umsatzerlöse konzernweit um 16 Prozent auf die Rekordmarke von 3,3 Mrd. Euro steigern. Die Entwicklung in den Bereichen Druckmaschinen und Dokumentenmanagementsysteme, bei den Augsburger Firmen Manroland Web Systems GmbH und Böwe Systec GmbH, war allerdings "nicht zufriedenstellend". Dies geht aus einer Pressemitteilung zu den vorläufigen Geschäftszahlen hervor.

Das deutlichste Umsatzwachstum konnte Possehl beim Geschäft mit Edelmetallen, vorwiegend Gold, erzielen. Auch Reinigungsmaschinen und Bauleistungen waren für ein Plus bei Umsatz und Ergebnis gut.

"Nicht zufriedenstellend und defizitär war die Geschäftsentwicklung in den Unternehmensbereichen Dokumentenmanagementsysteme und Druckmaschinen", teilte Possehl mit. Neben operativen Verlusten fielen in beiden Bereichen auch Restrukturierungsaufwendungen an, die aber aufgrund von Vorsorgemaßnahmen das Konzernergebnis im Berichtsjahr nicht in voller Höhe belastet hätten. Konkrete Zahlen nennt Possehl nicht.

Im Jahr 2013 hatte Manroland Web Systems mit im Jahresdurchschnitt 1.634 Mitarbeitern 256,7 Mio. Euro Umsatz erzielt. Der Vorsteuergewinn aus dem operativen Geschäft hatte 2,6 Mio. Euro betragen. Im Dezember 2014 war dann ein Abbau von 225 Stellen bekanntgegeben worden.

Bei Böwe Systec, wo Possehl bereits Ende 2010 eingestiegen war, sind 2013 mit rund 1.100 Mitarbeitern 123,9 Mio. Euro umgesetzt worden.

Uwe Lüders, Vorstandsvorsitzender von Possehl, sagte zum Geschäftsverlauf der Gruppe, man sei mit der Entwicklung der Mehrzahl der Geschäftsbereiche sehr zufrieden. "Allerdings mussten wir auch erkennen, dass unsere Annahmen zur Marktentwicklung bei Böwe Systec und Manroland Web Systems zu optimistisch waren." Lüders ist aber "überzeugt, dass mit den nunmehr getroffenen Maßnahmen beide Unternehmen so aufgestellt sind, dass sie zukünftig profitabel sein können.“

Das operative Konzernergebnis bei Possehl betrug 2014 rund 125 Mio. Euro und blieb damit leicht hinter dem Vorjahr zurück.

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