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Manroland Web will Anteil am schrumpfenden Markt steigern

Augsburger Maschinenbauer wird 2013 voraussichtlich 265 Mio. Euro Umsatz machen
 
Eckhard Hörner-Maraß

Eckhard Hörner-Maraß, Geschäftsführer der Manroland Web Systems GmbH: Der Weltmarkt für Rollenoffsetmaschinen im Bereich Zeitung/Illustration schrumpft weiterhin.

Der Druckmaschinenhersteller Manroland Web Systems GmbH (Augsburg) rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatz von rund 265 Mio. Euro. Diese Zahl nannte Geschäftsführer Eckhard Hörner-Maraß bei einer Veranstaltung in Bozen. Im elf Monate umfassenden Rumpfgeschäftsjahr 2012 hatte das zur Possehl-Gruppe gehörende Unternehmen 198 Mio. Euro umgesetzt. Für 2013 geht Hörner-Maraß von einem „deutlich positiven, im unteren einstelligen Millionenbereich liegenden“ Ergebnis vor Steuern aus.

Zu schaffen macht dem ausschließlich auf Rollenoffsetmaschinen für den Zeitungs- und Illustrationsbereich ausgerichteten Hersteller der weiter einbrechende Weltmarkt.  Seit dem drastischen Rückgang 2009, als das Marktvolumen von 1,6 Mrd. auf rund 0,64 Mrd. Euro geschrumpft war, ging die Nachfrage nach Neumaschinen jedes Jahr kontinuierlich zurück.

Die Hoffnung auf eine – für dieses Jahr auf Grund der Zahlen des ersten Halbjahres erwartete – leichte Erholung ist nach Aussage von Eckhard Hörner-Maraß inzwischen verpufft. Nach 275 Mio. Euro ist ersten Halbjahr würden die Auftragseingänge für alle Rollenoffsetmaschinen Illustration/Zeitung weltweit im zweiten Halbjahr 2013 nur etwa 140 Mio. betragen. Dies wären für das Gesamtjahr etwa 410 bis 420 Mio. Euro und damit eine weitere Marktschrumpfung um etwa zehn Prozent gegenüber 2012.

Der Manroland-Web-Systems-Chef gibt den durchschnittlichen Marktanteil seines Unternehmens für die vergangenen drei Jahre mit 28 Prozent an. Um seine aktuell rund 1.450 Mitarbeiter (davon noch 80 in Plauen und 150 bei vier Vertriebsgesellschaften weltweit) auslasten zu können, will er aber den Marktanteil in den kommenden Jahren auf über 40 Prozent steigern.

2014 sollen weitere eigene Vertriebsgesellschaften weltweit gegründet werden. Auch das Servicegeschäft, das derzeit etwa ein Drittel des Umsatzes bringt, will Manroland Web Systems deutlich ausbauen. Ab 2015/2016 will Hörner-Maraß mit seinem Unternehmen fünf Prozent Ergebnis vor Steuern realisieren. Dies sei für einen in Deutschland produzierenden mittelständischen Maschinenbauer "zwingend notwendig".

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