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Manroland bucht mehr Aufträge, erwirtschaftet aber noch rote Zahlen

Umsatz lag im 1. Halbjahr 2011 rund 7 % über Vorjahr
Manroland AG

Manroland peilt an, mittelfristig im Bogendruck wieder 75 % des Vorkrisenumsatzes zu erreichen. Im Rollendruck sollen es 60 % werden.

Der Druckmaschinenhersteller Manroland AG profitiert von der konjunkturellen Erholung und von einer anhaltend starken Nachfrage in den Wachstumsregionen. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde im ersten Halbjahr 2011 ein Auftragsplus sowohl im Bogen- wie im Rollendruckbereich verzeichnet. Der Gesamt-Auftragseingang erhöhte sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 13% und liegt bei 520 Mio. Euro.

Das Segment Bogendruck legte noch einmal leicht – um 2% – zu. Der Rollendruck habe im Berichtszeitraum „die positive Entwicklung im Bogendruck nachvollzogen“ und ein deutliches Auftragsplus (+33%) verzeichnet.

25 Mio. Euro Verlust

Das operative Ergebnis (EBIT) lag erneut im Minus. Der Verlust von 25 Mio. Euro war allerdings geringer als im Vorjahreszeitraum (minus 46 Mio. Euro). Der Gesamtumsatz lag mit 435 Mio. Euro rund 7 % über Vorjahresniveau.

Hauptwachstumstreiber waren insbesondere die BRIC-Staaten. Manroland hat hier nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr von der starken Nachfrage vor allem in China profitiert. Der Exportanteil lag wie in der Vergangenheit bei rund 80%.

Die positive Entwicklung habe sich auf die Beschäftigungssituation ausgewirkt: So konnte die Kurzarbeit im Werk Offenbach im Juni beendet werden. Der zur dauerhaften Anpassung der Kapazitäten angekündigte Stellenabbau in der Gruppe verläuft laut Manroland planmäßig. Bis Ende 2012 wird die Zahl der Mitarbeiter auf unter 6 000 reduziert. Ohne Berücksichtigung von Fremdpersonal und Auszubildenden beschäftigte Manroland zum 30. Juni 2011 weltweit 6 630 Mitarbeiter, davon 84% in Deutschland. Dies entspricht einem Rückgang von 11% gegenüber dem Vorjahr.

Der zum 1. Januar 2011 neu gegründete Geschäftsbereich Manroland Industrieservice, der aktuell rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, soll mittelfristig auf rund 300 Mitarbeiter wachsen.

Mehr als 1 Mrd. Euro Umsatz angepeilt

Trotz der positiven Entwicklung geht Manroland nicht davon aus, das Höchstniveau von 2007 wieder zu erreichen. „Wir gehen von 75% des Vorkrisenvolumens im Bogendruck aus und rund 60% im Rollenbereich. Aktuell liegen wir gemessen am Rekordjahr im Bogendruck bei 60%, im Rollendruck sind es nahezu 50%“, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerd Finkbeiner. Für das Gesamtjahr 2011 peilt Manroland einen Umsatz von über 1 Mrd. Euro an.

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