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Manroland entdeckt Unregelmäßigkeiten bei Provisionszahlungen

Staatsanwaltschaft wurde informiert

Gerd Finkbeiner, Vorstandsvorsitzender der Manroland AG.

Die Manroland AG (Offenbach) hat nach eigenen Angaben Unregelmäßigkeiten bei Provisionszahlungen im Vertrieb entdeckt. Eine vom Vorstand der Manroland AG veranlasste Untersuchung durch die Interne Revision habe den Verdacht erhärtet, dass es in Teilen des Vertriebs zu Provisionszahlungen ohne den Nachweis einer konkreten Gegenleistung gekommen sei.

Die Untersuchungen wurden in enger Abstimmung mit einer steuerlichen Betriebsprüfung und unter Einbeziehung externer Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte durchgeführt. Die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen, wurden dem Aufsichtsrat von Manroland heute vorgelegt. In diesem Zusammenhang würden insbesondere Fälle im Umfeld der Schweizer Tochtergesellschaft Votra S.A. im Zeitraum von 2002 bis Anfang 2007 geprüft. Der Vorstand der Manroland AG hat die vollumfängliche Aufklärung des Sachverhaltes durch externe Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer veranlasst und die Staatsanwaltschaft über die Vorgänge und den derzeitigen Stand der Untersuchungen informiert.

„Wir werden eine konsequente Aufklärung aller bekannt gewordenen und möglicher weiterer Fälle betreiben und unterstützen. Wir sehen uns in der Verantwortung gegenüber unseren Geschäftspartnern, Kunden und Mitarbeitern, deutlich zu machen, dass wir Rechtsverstöße nicht dulden. Auch im Lichte der am vergangenen Freitag bekannt gegebenen Neuausrichtung des Unternehmens räume ich der Aufklärung dieser Vorfälle höchste Priorität ein“, so Gerd Finkbeiner, Vorstandsvorsitzender der Manroland AG. Der Aufsichtsrat unterstütze den Vorstand bei der Aufklärungsarbeit und stehe bei der schwierigen Aufgabe, das Unternehmen durch die Restrukturierung zu führen, geschlossen hinter ihm.

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