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Manroland hofft auf baldigen Gewinn

Der Vorstandsvorsitzende von Manroland, Gerd Finkbeiner, hofft, dass sein Unternehmen in naher Zukunft wieder schwarze Zahlen schreiben wird.

Der angeschlagene Augsburger Druckmaschinenhersteller Manroland will in naher Zukunft wieder schwarze Zahlen schreiben. Wie Gerd Finkbeiner, Vorstandsvorsitzender von Manroland, in einem Interview mit dem Handelsblatt verlauten ließ, soll dies unter anderem durch die vorangegangenen Kapazitätsanpassungen und Kostensenkungen um 50 Mio. Euro möglich sein, in deren Verlauf rund ein Drittel der vormals 9.000 Mitarbeiter gehen mussten. Zur erhofften positiven Entwicklung sollen zudem das Wachstumsfeld Digitaldruck und die steigenden Umsätze in Schwellenländern wie China beitragen.

"Ich denke, dass wir im Jahr 2012 eine Normalisierung in der Branche haben werden", meint Finkbeiner. Bereits im abgeschlossenen Jahr habe sein Unternehmen einen deutlichen Schritt nach vorne machen können. "Wir haben auch 2010 Verluste gemacht", sagte Finkbeiner. Manroland verzeichnete im Jahr 2009 einen Fehlbetrag in dreistelliger Millionenhöhe. Der Umsatz rutschte im vergangenen Jahr sogar unter eine Mrd. Euro.

Finkbeiner sieht eine steigende Nachfrage nach Druckmaschinen, ist sich aber bewusst, dass die Branche nicht an Vorkrisenzeiten anknüpfen wird. Manroland habe daher seine Kapazitäten wesentlich angepasst, sagte der Manager. "Wir stellen uns auf ein Maschinenvolumen im Bogenbereich von 75 Prozent und im Rollenbereich von 60 Prozent zum Referenzjahr 2007 ein." Derzeit liege die Auslastung bei den für Zeitungsdruck benötigten Rollendruckmaschinen bei 50 Prozent und im Bogen bei 60 Prozent. "Eine zufrieden stellende Auslastung werden wir 2012 erreichen", sagte Finkbeiner.

Rund ein Drittel der einst 9.000 Mitarbeitern mussten deshalb gehen. Die Kosten sinken so um 50 Mio. Euro. "Wir stellen uns so auf, dass wir als eigenständiges Unternehmen profitabel arbeiten können", sagte Finkbeiner. Ab einem Umsatz von 900 Mio. Euro sei das Unternehmen profitabel. Laut Handelsblatt peilt Finkbeiner mit Manroland 2011 einen Umsatz von deutlich über einer Milliarde Euro an.
Schwellenländer wie China und Brasilien sowie der Digitaldruck seien die Wachstumsfelder für die Druckmaschinenhersteller, die Finkbeiner über Kooperationen vorantreibt, wie etwa die Zusammenarbeit mit der Canon-Tochter Océ im Digitaldruck (wir berichteten). "Océ passt optimal zu uns, wir kennen das Unternehmen seit Jahren", sagte Finkbeiner. In drei bis vier Jahren soll so ein Umsatz von 100 Mio. Euro mit Digitaldruckern erzielt werden.

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