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Manroland leidet weiter unter Auftragsmangel

Umsatzrückgang im 2. Quartal 2009 nochmals leicht verschärft

Der Umsatzrückgang beim Druckmaschinen-Hersteller Manroland (Offenbach) hat sich nochmals leicht verschärft. »Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind unverändert«, sagte eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA. Im ersten Halbjahr 2009 sei der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent gesunken, sagte die Sprecherin. Im ersten Quartal allein waren es 26 Prozent gewesen, das Unternehmen habe daraufhin Verlust geschrieben.
Die Bestellungen hätten im zweiten Quartal auf dem niedrigen Niveau des ersten Quartals gelegen. Alle Regionen seien gleichermaßen betroffen: »Einzige positive Ausnahme ist China.« Ein Grund für die Misere sei die zögerliche Kreditvergabe durch die Banken, weshalb den Kunden das Geld für neue Maschinen fehle.
Die Nachfrage bei Manroland durch DPA erfolgte, weil der Versicherungskonzern Allianz bei seiner Bilanzvorlage auf eine Aufschlüsselung der Beteiligungsverhältnisse verzichtet hat. Über Allianz Capital Partners hält der Konzern 65 Prozent an der ehemaligen MAN-Tochterfirma.
Auch die deutschen Wettbewerber Heidelberger Druckmaschinen und Koenig & Bauer hatten für das erste Quartal 2009 einen vergleichbaren Einbruch der Geschäfte gemeldet - mit 28,5 bzw. 27 Prozent Umsatzrückgang. Am 11. August legt Heidelberg seine nächste Zwischenbilanz vor, am 14. August folgt KBA. Im Gegensatz zu diesen beiden börsennotierten Unternehmen veröffentlicht Manroland nur noch in sehr beschränktem Umfang Zahlen zum Geschäftsverlauf. So werden beispielsweise keine separaten Umsätze und Ergebnisse der Sparten Bogen- bzw. Rollenmaschinen mehr gemeldet.

Manroland AG http://www.manroland.com

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