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Mayr-Melnhof Gruppe: Umsatz und Produktionsmengen stabil

Geschäftsentwicklung des österreichischen Recyclingkarton-, Frischfaserkarton- und Verpackungs-Produzenten im ersten Halbjahr 2013
 

Bei Mayr-Melnhof Karton lag die Produktion mit 804.000 t im ersten Halbjahr 2013 knapp über dem Vergleichswert des Vorjahres (788.000 t). 

Die Mayr-Melnhof Gruppe (MM), Hersteller von gestrichenem Recyclingkarton mit wachsendem Frischfaserkartonvolumen, sowie Produzent von Faltschachteln, hat die Geschäftsentwicklung fürs erste Halbjahr 2013 bekannt gegeben. „In einem Umfeld anhaltender konjunktureller Abschwächung und deutlich zunehmenden Wettbewerbs“ habe MM sich weiterhin behaupten können, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Mayr-Melnhof hat seinen Verwaltungssitz in Wien.

Mit 54,7 Mio. Euro liegt der Periodenüberschuss um 6,0 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Sowohl die Kartonproduktion als auch die Kartonverarbeitung verzeichneten Mengensteigerungen und eine hohe Auslastung. Trotz signifikant zunehmenden Preiswettbewerbs gelang es dadurch, die Umsatzerlöse beider Segmente am beziehungsweise leicht über dem Niveau des Vergleichszeitraumes zu halten. Mit 77,5 Mio. Euro wurde jedoch vor allem preisbedingt ein betriebliches Ergebnis um 4,7 % unter der Vorjahresperiode erzielt. 

„Der Blick nach vorne zeigt weiterhin keine Aufhellungen in der Nachfrageentwicklung, so dass auch in der zweiten Jahreshälfte mit kurzfristiger Disposition unserer Kunden und anhaltendem Preisdruck gerechnet werden muss. Unter diesen herausfordernden Rahmenbedingungen ist es Ziel, die Ertragskraft des Konzerns durch Preisdisziplin und Hocheffizienz bestmöglich zu halten“, so Dr. Wilhelm Hörmanseder, CEO von Mayr-Melnhof (MM).

Mayr-Melnhof Packaging setzt die Expansion in Wachstumsmärkten fort und hat eine Vereinbarung zum Erwerb von 65 % der Anteile an einem Faltschachtelhersteller in Vietnam abgeschlossen. Vidon mit Sitz in Ho Chi Minh City ist auf die Fertigung hochwertiger Faltschachteln sowohl im Tief- als auch Offsetdruck ausgerichtet und beliefert internationale wie auch lokale Konsumgüterproduzenten. Im Vorjahr wurden mit rund 170 Beschäftigten Umsatzerlöse von rund 9 Mio. Euro erzielt.

Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns lagen mit 981,8 Mio. Euro knapp über dem Vorjahresniveau (1. Halbjahr 2012: 975,0 Mio. Euro). In beiden Divisionen (MM Karton, MM Packaging) standen einem Mengenanstieg niedrigere Durchschnittspreise gegenüber. Das betriebliche Ergebnis verzeichnete preisbedingt einen Rückgang um 4,7 % bzw. 3,8 Mio. Euro auf 77,5 Mio. Euro. Die Operating Margin des Konzerns veränderte sich entsprechend von 8,3 % auf 7,9 %.

Zunehmend vorsichtigeres Abnahmeverhalten der Kunden sowie hoher Wettbewerbsdruck unter den Anbietern kennzeichneten die Entwicklung auf dem europäischen Kartonmarkt in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres. Dennoch gelang es MM Karton, die Kartonmaschinen im ersten Halbjahr ohne marktbedingte Stillstände zu fahren. Die Kapazitätsauslastung belief sich auf 99 % (1. Halbjahr 2012: 97 %), der durchschnittliche Auftragsstand auf 89.000 t (1. Halbjahr 2012: 75.000 t).

„Obgleich die Beschaffungsmärkte, insbesondere im Bereich der Faserstoffe, keine signifikanten Aufweichungen verzeichneten, hat der Preisdruck deutlich zugenommen. Dieser Entwicklung konnte sich auch MM Karton nicht entziehen, setzte aber notwendige Preisanpassungen selektiv unter Wahrung der Marktanteile“, wie Dr. Hörmanseder weiter ausführt.

Mit 804.000 t lag bei MM Karton die Produktion im ersten Halbjahr knapp am Vergleichswert des Vorjahres (1. Halbjahr 2012: 788.000 t), während die verkaufte Tonnage um rund 5,0 % angehoben werden konnte. Hiervon wurde im Vergleich zum Vorjahr mit 83 % leicht mehr in Europa abgesetzt (1. Halbjahr 2012: 81 %), so dass ein Anteil von 17 % (1. Halbjahr 2012: 19 %) auf außereuropäische Märkte entfiel.Mengenbedingt erhöhten sich die Umsatzerlöse von 466,5 Mio. Euro auf 476,7 Mio. Euro. Infolge der Umbau- und Stillstandkosten im deutschen Kartonwerk Neuss sowie preisbedingt reduzierte sich das betriebliche Ergebnis aber auf 26,9 Mio. Euro nach 30,8 Mio. Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres. Die Operating Margin betrug somit 5,6 % (1. Halbjahr 2012: 6,6 %).

Erfolgte der Start ins Jahr für MM Packaging noch mit einer insgesamt robusten Orderlage, reflektiert sich die fortschreitende Konsumabschwächung in zunehmendem Maße auch auf den europäischen Faltschachtelmärkten. Dies manifestiert sich insbesondere in Überkapazitäten und anhaltend starkem Wettbewerbsdruck unter den Anbietern. Vereinzelte Werksschließungen in der Branche bringen dabei aber kaum spürbare Entlastung. Erforderliche Volumenzuwächse konnten in den ersten sechs Monaten realisiert werden. Die verarbeitete Tonnage erhöhte sich bei gleichzeitig zunehmender Materialeffizienz von 323.000 t (1. Halbjahr 2012) auf 333.000 t.

Diesem Mengenanstieg steht jedoch ein Rückgang der Umsatzerlöse um rund 3,1 Mio. Euro auf 557,5 Mio. Euro gegenüber, wobei aber die Herstellkosten im Griff gehalten werden konnten. Entsprechend wurde im ersten Halbjahr 2013 mit 50,6 Mio. Euro ein „stabiles betriebliches Ergebnis auf Vorjahresniveau (1. Halbjahr 2012: 50,5 Mio. Euro) verzeichnet. Letzteres war durch Einmalaufwendungen infolge der Schließung der Faltschachtelproduktion in Liverpool belastet. Die Operating Margin bleibt damit konstant bei rund 9 %.

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