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Mayr-Melnhof Karton AG: Umsatz stagniert

Karton- und Verpackungshersteller vermisst Impulse für den privaten Konsum
 
Verpackungsproduktion

Verpackungsproduktion bei MM Packaging.

Das Geschäft des österreichischen Karton- und Verpackungsherstellers Mayr-Melnhof Karton AG (Wien) stagnierte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012. Die Umsatzerlöse gingen um 0,4 % auf 1,952 Mrd. Euro und das Ergebnis vor Steuern um 1 % auf 160,2 Mio. Euro zurück. Lediglich beim Jahresüberschuss wurde ein leichtes Plus um 0,7 % auf 119,5 Mio. Euro verbucht.

Das betriebliche Ergebnis lag mit 166,1 Mio. Euro um 2,8 % unter dem Vorjahr, wobei jedoch einmalige Aufwendungen in Höhe von netto rund 9 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Schließung des englischen Verpackungswerkes in Liverpool zu verbuchen waren. 

Die Mayr-Melnhof Gruppe konnte nach eigenen Angaben – trotz zunehmend vorsichtiger disponierenden Kunden – ihre Anlagen "mit großer Flexibilität insgesamt in hohem Maße ausgelasten". Man habe vor allem in Projekte zur Senkung direkter Kosten und weiteres Wachstum investiert. Der strategischen Expansion in Zukunftsmärkte außerhalb Europas wurde mit einer Akquisition in Kolumbien Rechnung getragen, wo man nun Marktführer sei. 

Mayr-Melnhof vermisst Impulse für den Privatkonsum und damit für die Nachfrage nach Karton und Faltschachteln. Die zunehmend angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt und die schwache Entwicklung der Haushaltseinkommen würden weitere Zurückhaltung nach sich ziehen. Für ihr Geschäft bedeute dies "Konsolidierung in Europa bei anhaltend intensivem Preiswettbewerb".
Eine nachhaltige Unterstützung auf der Kostenseite sei bislang nicht erkennbar. Die Altpapierpreise setzten "vorerst die flache Entwicklung fort, während sich die rohölpreisgetriebenen Inputfaktoren weiterhin auf hohem Niveau bewegen". 

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