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Mayr-Melnhof mit Ergebnisanstieg

Dr. Wilhelm Hörmanseder, CEO der Mayr-Melnhof AG

Die Mayr-Melnhof Gruppe (Wien/Österreich) verzeichnet einen deutlichen Ergebnisanstieg im dritten Quartal 2010. Der Kartonhersteller konnte nach eignen Angaben vor dem Hintergrund der temporären wirtschaftlichen Erholung in Europa wie erwartet auch im dritten Quartal 2010 den positiven Geschäftsverlauf der Vorquartale fortsetzen.

Damit sei es gelungen, in den ersten drei Quartalen 2010 sowohl in der Kartonerzeugung als auch im Faltschachtelgeschäft eine Umsatz- und Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr zu erzielen.Die konsolidierten Umsatzerlöse des Konzerns lagen mit rund 1,3 Mrd. Euro um 10,9 % beziehungsweise 129,2 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres (Q1-3 2009: circa 1,2 Mrd. Euro). Ein deutlicher Mengenzuwachs in beiden Divisionen sowie höhere Kartonpreise seien die wesentlichen Gründe für diesen Anstieg gewesen.
Das betriebliche Ergebnis konnte um 12,0 % von 110,1 Mio. Euro auf 123,3 Mio. Euro verbessert werden. Durch Mehrmenge und höhere Kartonpreise sei es gelungen, den bisherigen Preisanstieg bei Inputfaktoren, insbesondere Faserstoffen, zu kompensieren. Die Operating Margin des Konzerns blieb daher mit 9,4 % (Q1-3 2009: 9,3 %) stabil. Einmalige Aufwendungen aus Beteiligungsveräußerungen betrugen -6,9 Mio. Euro und resultierten im Wesentlichen aus der Beendigung der Kartonproduktion und dem Verkauf der Karton Deisswil AG, Schweiz, im zweiten Quartal. Das Ergebnis vor Steuern belief sich in der Folge auf 113,9 Mio. Euro nach 110,2 Mio. Euro in der Vergleichsperiode.

Bei MM Karton sei das primäre Augenmerk auf der Weitergabe des massiven Anstiegs bei Faserstoffpreisen gelegen. Mit Vollauslastung im dritten Quartal ist laut Mayr-Melnhof eine spürbare Weitergabe der bisherigen Kostenbelastung sowie eine Erholung der Marge gelungen.
MM Packaging habe die Ertragsstärke insbesondere durch Umsatz- und Volumenszuwachs auf hohem Niveau behaupten können. Steigende Kartonpreise blieben jedoch eine große Herausforderung.

„Aktuell liegen die Orderhöchststände dieses Jahres bereits hinter uns, dennoch konnte auch das vierte Quartal gut gebucht begonnen werden,“ heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Entsprechend der anhaltend positiven Auftragslage sei unmittelbar mit keinen signifikanten Preisrückgängen auf den Beschaffungsmärkten zu rechnen. Vielmehr zeigten nun auch die Preise für Chemikalien und Logistik deutlich nach oben, weshalb seit Anfang Oktober eine neuerliche Erhöhung bei Kartonpreise umgesetzt werde. „Nach dem Schwung in den letzten Monaten gehen wir für die kommenden Quartale allerdings von einer Normalisierung des Geschäftsverlaufs aus,“ heißt es weiter.

Hohe Auslastung im dritten Quartal

Weiterhin hohe Auslastung in beiden Divisionen sowie eine deutliche Anpassung der Kartonpreise an das gestiegene Kostenniveau kennzeichneten laut Mayr-Melnhof den Geschäftsverlauf im dritten Quartal.
Mit 99 % waren die Kapazitäten von MM Karton im dritten Quartal voll ausgelastet, nachdem bereits in den Vorquartalen sehr hohe Auslastungsquoten erzielt werden konnten (Q1 2010: 97 %; Q2 2010: 98 %; Q3 2009: 90 %). Durch die Kompensation des bisherigen Kostenanstiegs bei Inputfaktoren wurde die Operating Margin signifikant auf 8,8 % verbessert (Q2 2010: 6,3 %; Q3 2009: 7,1 %).
Gestützt auf eine starke Mengen- und Umsatzentwicklung gelang es dem Konzern, auch die Operating Margin von MM Packaging im dritten Quartal mit 9,9 % weitgehend stabil zu halten (Q2 2010: 10,0 %; Q3 2009: 10,5 %).
Das betriebliche Ergebnis des Konzerns stieg auf 45,7 Mio. Euro an (Q2 2010: 37,4 Mio. Euro, Q3 2009: 39,9 Mio. Euro), wodurch eine Operating Margin von 10,1 % erzielt wurde (Q2 2010: 8,8 %; Q3 2009: 9,6 %). Mit einem Periodenüberschuss von 34,3 Mio. Euro konnte das dritte Quartal laut Mayr-Melnhof mit dem historisch bisher höchsten Periodenergebnis abgeschlossen werden.

„Angesichts des aktuellen Auftragsstandes ist zumindest bis Jahresende mit einer guten Auslastungssituation in beiden Divisionen zu rechnen,“ heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Eine Normalisierung des Geschäftsverlaufs sei aber abzusehen.

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