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Mediengruppe DuMont beteiligt sich an der Censhare AG

Weiterer Schritt zum Ausbau des Digitalgeschäfts
 

Censhare sichert sich Wachstumsbeteiligung der DuMont Mediengruppe (v.l.): Robert Motzke (CPO, Censhare), Walter Bauer (CTO, Censhare), Patrick Wölke (MD, DuMont Digital), Dr. Christoph Bauer (CEO, DuMont Media Group), Dieter Reichert (CEO, Censhare), Stephan Wehselau (CFO, Censhare).
(Bildquelle: Censhare AG)

Nach Informationen des Online-Branchendiensts Meedia beteiligt sich die DuMont Mediengruppe im Rahmen ihrer Konsolidierung mit 36,5 Prozent strategisch an der Münchner Censhare AG und baut damit ihr Digitalgeschäft weiter aus. Die Gründer und Mitarbeiter von Censhare bleiben weiterhin mehrheitsbeteiligt. Censhare ist spezialisiert auf Cloud-Lösungen für Marketing und Kommunikation – auf der Basis von Enterprise-Content-Management-Systemen wird eine Digital Experience Platform (für mehrsprachige Kundenerlebnisse über alle Medienkanäle hinweg) geschaffen, auf der Daten und Informationen ohne Medien- und Prozessbrüche in Beziehung gesetzt werden können.

Das von Censhare bestätigte Investment von DuMont erfolgt etwa sechs Monate nachdem die Mediengruppe bereits die Übernahme von 75 Prozent an der Facelift Brand Building Technologies GmbH, einer Anbieterin von Social-Media-Marketing-Software in Europa, bekanntgegeben hatte. Über die Höhe der beiden Investitionen wurde nichts bekannt. Die Beteiligung von DuMont an Censhare steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörde.

Censhare will mit der Wachstumsinvestition nach eigenen Angaben die offensive Ausweitung seiner globalen Sales-, Marketing- und Support-Potenziale (besonders in Nordamerika und der asiatisch-pazifischen Region) finanzieren sowie eine verstärkte Investition in Forschung und Entwicklung sicherstellen, nachdem das bisherige Unternehmenswachstum auf über 200 Angestellte in sechs Ländern auf zwei Kontinenten (Großbritannien, USA, Frankreich, Niederlande, Schweiz, Indien) organisch erfolgte. 

Zu den Kunden von Censhare zählen unter anderem Ikea, Rewe, Mc Donald's, die Deutsche Post und die Deutsche Bank. Die Software findet aber auch in Redaktionen Anwendung. DuMont selbst hat nach Informationen von Meedia mit der Censhare-Software noch nicht gearbeitet. Allerdings denke man darüber nach, Censhare-Programme auch als Basis in Redaktion, Vermarktung und Vertrieb einzusetzen. Die Beteiligungs-Entscheidung sei jedoch unabhängig davon gefallen.

Hintergrundinformation:
Zur DuMont Mediengruppe mit ihren drei Geschäftsfeldern Regionalmedien, Business Information und Digital gehören unter anderem die Medienmarken Mitteldeutsche Zeitung, Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau, Berliner Zeitung, Express, Berliner Kurier und Hamburger Morgenpost. Neben regionalen Anzeigenblättern zählen der DuMont Buchverlag sowie lokale Radio- und TV-Sender dazu. DuMont ist außer an Facelift und Censhare über den Venture-Fonds Capnamic auch an jungen, stark wachsenden Unternehmen beteiligt.

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