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Metsä Board investiert in neue Faltschachtelkartonmaschine

Papier- und Kartonhersteller legt zeitgleich zwei Papiermaschinen still
 

Das Zellstoffwerk und die eigene Hafenanlage von Metsä Board am Standort Husum.

Der finnische Papier- und Kartonhersteller Metsӓ Board nimmt am schwedischen Unternehmensstandort Husum das nächste Projekt seines Investitionsprogramms im Wert von 170 Mio. Euro in Angriff. Von Mitte Oktober bis Anfang Januar 2016 installiert das Unternehmen dort seine neue Faltschachtelkartonmaschine BM1. Gleichzeitig legt das Unternehmen seine Papiermaschinen PM6 und PM7 still und nimmt somit laut eigenen Angaben bis Ende 2015 rund 500.000 Tonnen jährlich in der Papierproduktion vom Markt.

Die neue Anlage BM1 soll laut Metsä Board mit einer Kapazität von 400.000 Tonnen pro Jahr Kartonqualitäten produzieren. Metsä Board vertreibt seine Produkte in Nord- und Südamerika, Produkte für Lebensmittel, wie Becher, Teller und Schalen, auch weltweit. Darüber hinaus soll die neue Kartonmaschine die Optimierung der Produktion an den finnischen Unternehmensstandorten und die Erhöhung der Gesamtverfügbarkeit von Kartonagen ermöglichen.

Gemäß seiner Unternehmensstrategie legt Metsä Board seinen Schwerpunkt auf die Produktion von Faltschachteln und Liner auf Frischfaserbasis, die als Lösung für die Verpackung von Konsumgütern, Regalverpackungen und Take-Away-Produkten entwickelt wurden. Mit den Investitionen am Standort Husum soll sich die Kartonproduktionskapazität des gesamten Unternehmens ab Anfang 2016 auf über 2 Mio. Tonnen jährlich erhöhen.

In diesem Jahr wurden am Standort Husum bereits Veränderungen realisiert, die laut Metsä Board dem Unternehmenswachstum dienen sollen – sowohl im Zellstoffwerk als auch in der eigenen Hafenanlage. So wurde die Papiermaschine PM8 umgestellt und wird jetzt unter der Bezeichnung BM2 zur Herstellung von weißem Frischfaser-Liner eingesetzt, ihre Kapazität soll 300.000 Tonnen pro Jahr betragen. Metsä Board vertreibt diese Liner laut eigenen Angaben hauptsächlich in Nord- und Südamerika sowie in Europa für Lebensmittelanwendungen und allgemeine Verpackungen. Auf der Anlage BM2 produziere das Unternehmen weiterhin ungestrichenes Feinpaper in Form von Rollenware, dieser Bereich soll spätestens Ende 2017 auslaufen. Durch den Ausbau der Liner-Produktion und die Stilllegung der Papiermaschinen PM6 und PM7 nimmt Metsä Board laut eigenen Angaben in der Papierproduktion bis Ende 2015 rund 500.000 Tonnen jährlich vom Markt.

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