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Microsoft: Einigung mit der US-Justiz im Kartellstreit

Weitreichende Zugeständnisse des Software-Riesen

In dem seit drei Jahren andauernden Kartellverfahren gegen Microsoft hat sich die US-Regierung eigenen Angaben zufolge mit dem Software-Konzern geeinigt. Microsoft soll demnach zu erheblichen Zugeständnissen bereit gewesen sein.
Durch den Vergleich würden Microsoft «weitreichende» Beschränkungen auferlegt, teilte das US-Justizministerium am Freitag in Washington mit.
Die Anordnungen des Justizministeriums legen nun fest, wie das Unternehmen mit Computer- und Softwareherstellern, die in Konkurrenz zu Microsoft stehen, künftig zu verfahren hat. So muß Microsoft ihnen Einblick in Teile seine Quellcodes geben. Bisher hat Microsoft den internen Aufbau seines Betriebssystems geheim gehalten und damit Softwareanbietern die optimale Anpassung anderer Programme an Windows erschwert. Microsoft konnte sich auf diese Weise als Programmlieferant von beispielsweise Office- und Internetanwendungen einen Vorteil verschaffen.
Zukünftig ist es Microsoft auch untersagt, Händlern ihre Computer ausschließlich mit Microsoft-Software zu verkaufen, damit diese in den Genuß bestimmter Vergünstigungen gelangen. Die Firmen hätten nun ausdrücklich die Freiheit zu entscheiden, welche Webbrowser, E-Mail-Programme, Instant-Messaging-Anwendungen und Media-Player sie zusätzlich zu Windows installieren wollen.
«Diese historische Einigung bringt eine deutliche Entspannung des Markts und lässt Konsumenten mehr Freiheit bei der Wahl ihrer Computer-Bedürfnisse». so Generalstaatsanwalt John Ashcroft.
Ob der dreijährige Rechtsstreit damit beendet ist, bleibt offen, denn neben dem US-Justizministerium hatten auch 18 US-Bundesstaaten Einzelklagen gegen gegen Microsoft eingereicht. Einige dieser Staaten(Kalifornien, Connectictut, Ohio, Wisconsin und Massachusetts) werden wohl laut Informationen des Wall Street Journals ihre Klagen nicht zurückziehen.

Microsoft http://www.eu.microsoft.com/germany/

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