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Mitarbeiter wollen Druckerei übernehmen

Raiffeisendruckerei: Rettung vor dem Aus?

Der Betriebsrat der in finanziellen Schwierigkeiten befindlichen Raiffeisendruckerei (Neuwied) kämpft weiter um den Erhalt der rund 100 Arbeitsplätze im Druckereibereich. Nach Angaben der Rhein-Zeitung will der Betriebsrat eine Mitarbeiter GmbH gründen, die die Geschäfte in Zukunft führen soll.

Die Geschäftsführung der Raiffeisendruckerei plane angeblich den defizitären Druckbereich zu schließen. Eine Konzentration auf die Herstellung von Bankkarten sei in diesem Zusammenhang angedacht. Nun habe die Mitarbeitervertretung ein Konzept entwickelt, das die meisten Arbeitsplätze retten könnte. Demnach plane der Betriebsrat die Gründung einer Mitarbeiter-GmbH.

Der Betriebsratsvorsitzende Klaus Morsch habe dies nun bestätigt. Die Mitarbeiter GmbH soll in diesem Zusammenhang stille Teilhaberin einer neuen Druckerei GmbH werden. Dazu würde der Druckereibereich aus dem Unternehmen Raiffeisendruckerei GmbH herausgelöst. Die Mitarbeiter sollen dem Modell zufolge im Rahmen eines Betriebsübergangs zur Mitarbeiter GmbH wechseln. Der Betriebsrat geht davon aus, dass die vom Unternehmen geplante Teilschließung mit erheblichen Kosten (Abfindungen etc.) verbunden sei, mit diesem Geld könne die Raiffeisendruckerei GmbH vielmehr die Mitarbeiter GmbH in der Startphase unterstützen. Den Unternehmensanteil könnte der Haupteigentümer, der Wiesbadener DG-Verlag, im Rahmen eines Asset-Deals an die Mitarbeiter GmbH übertragen.

In einer möglichen neuen Firma sieht Morsch rund 70 Mitarbeiter, die restlichen Stellen sollten mit Altersteilzeitmodellen sozialverträglich abgebaut werden. Voraussetzung für die Gründung einer neuen Mitarbeiter GmbH sei nicht nur eine Unterstützung durch die Raiffeisendruckerei in der Startphase, sondern auch durch die Kunden.

Der Aufsichtsrat habe das Modell „aufmerksam zur Kenntnis genommen“, es seien jedoch einige ungeklärte Fragestellungen, die der Betriebsrat und die Gewerkschaft noch beantworten müssten. Der Verkauf an ein Unternehmen aus der Region sei jedoch immer noch möglich, wir berichteten.

Am 10. Dezember wolle sich der Aufsichtsrat erneut mit der Zukunft der Drucksparte der Raiffeisendruckerei befassen und sich dann für ein Modell entscheiden. „Realistischerweise wird es dann etwa ein halbes Jahr für die Umsetzung brauchen", kündigte eine Unternehmenssprecherin an. Bis dahin laufe der Betrieb weiter.

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