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Moderates Wachstum bei Druck- und Papiermaschinenherstellern

VDMA nur verhalten optimistisch

Der Fachverband Druck- und Papiertechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zeigt sich trotz einer raschen Erholung der Konjunktur im Maschinenbau nur verhalten optimistisch.

Der Fachverband Druck- und Papiertechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zeigt sich trotz einer raschen Erholung der Konjunktur im Maschinenbau insgesamt nur verhalten optimistisch: Nach der drastischen Talfahrt in der Wirtschaftskrise geht es seit Anfang des Jahres für die Druck- und Papiertechnik moderat aufwärts. Die Auftragsbücher der Druck- und Papiermaschinenhersteller füllen sich langsam und die Situation ist in einigen Unternehmen schon wieder so stabil, dass sie auf Kurzarbeit verzichten. Besonders die Auftragseingänge aus Asien und Südamerika sind derzeit ein wichtiger Motor für die Erholung der Branche. Dagegen ist die Nachfrage in den westlichen Industrienationen weiterhin schwach, was vor allem Süd- und Osteuropa, Nordamerika sowie Japan betrifft.

Auch nach der Krise stehen deutsche Hersteller von Druck- und Papier­maschinen an der Weltspitze. Die deutschen Hersteller geben besomders in den BRIC-Staaten den Takt vor. So stiegen die Umsätze der Druckmaschinenhersteller in China um mehr als die Hälfte, im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres, von knapp 122 Mio. Euro auf 187 Mio. Euro. In Brasilien ist es den deutschen Herstellern für Druckmaschinen im gleichen Zeitraum sogar gelungen, ihre Umsätze von 38 Mio. Euro auf 93 Mio. Euro mehr als zu verdoppeln.

Der Aufschwung macht sich auch im Bereich Papiertechnik besonders durch die starke Nachfrage in einzelnen Märkten bemerkbar: Allen voran Korea, wo sich der Umsatz von 4,2 Mio. Euro auf über 27 Mio. Euro im ersten halben Jahr 2010 mehr als versechsfacht hat im Vergleich zum Vorjahr. Ein fünffaches Umsatzwachstum zeigt der russische Markt (5,2 Mio. Euro 2009 auf 34,4 Mio. Euro 2010). Und auch Indien ist mit einem Umsatz­wachstum von 30 Prozent im Vorjahresvergleich zu den ersten sechs Monaten ein wichtiges Exportland (25,2 Mio. Euro auf 34,6 Mio. Euro) für die deutschen Hersteller von Papiertechnik.

Die globale Wirtschaftskrise hat sich auch auf die Beschäftigungszahlen der Unternehmen ausgewirkt. Der massive Umsatzrückgang 2009 hat bei zahl­reichen Herstellern zu Kurzarbeit und Beschäftigungsabbau geführt. Die Folgen der Krise sind auch jetzt für viele der Druck- und Papiertechniker noch deutlich zu spüren. In einigen Betrieben ist die Auftragslage allerdings schon wieder so stabil, dass sie auf Kurzarbeit verzichten und sogar den Personalstamm auf­stocken. 

Dennoch betont der Verband, dass es verfrüht wäre von einer nachhaltigen Erholung zu sprechen. Grund für den verhaltenen Optimismus sind wichtige Druck- und Papiermärkte in Europa und Nordamerika, die kaum eine Belebung zeigen. Für das Geschäftsjahr 2010 erwartet der Fachverband ein gleich­bleibend niedriges Niveau. Galt der nordamerikanische Markt früher als das Zugpferd der globalen Wirtschaft, zeigen sich die Unternehmer dort momentan sehr verhalten und zögerlich bei der Anschaffung von Investitionsgütern.

Eine Stärke der deutschen Hersteller von Druck- und Papiertechnik ist laut VDMA die langfristige Erschließung und Ausbau neuer Märkte. In den letzten zehn Jahren hat eine sukzessive Umstrukturierung von den klassischen Märkten in Nord­amerika und Europa hin nach Asien stattgefunden. Änderten sich zwischen  2000 und 2005 die Anteile der einzelnen Regionen nur in kleinen Schritten, so gewann diese Entwicklung in der jüngsten Krise erheblich an Dynamik. Der Anteil der Lieferungen nach Asien steigerte sich von 17,1 Prozent im Jahr 2000 über 18,3 Prozent im Jahr 2005 auf 32,3 Prozent im Jahresverlauf 2010. In Lateinamerika war die Entwicklung nicht ganz so beeindruckend, jedoch hat sich auch hier der Marktanteil verdoppelt. Die deutsche Druck- und Papierma­schinenindustrie hat sich durch flexibles Reagieren auf Markterfordernisse und ihre internationale Technologieführerschaft in der Krise behauptet und sichert dadurch Arbeitsplätze am Produktionsstandort Deutschland.

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