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Modernisierter Versandraum bei Axel Springer in Essen-Kettwig

Zwei Jahre dauerndes Retrofit-Pogramm abgeschlossen

Axel Springer rüstete im Versandraum in Essen-Kettwig bei allen drei Zeitungs-Einstecksystemen News-Liner die Bedien-Leitstände mit neuen Ersatz-Leitstand-Rechnern aus.

Die Axel Springer AG erzielt in ihrem Versandraum in Essen-Kettwig nach einem umfangreichen, zwei Jahre dauernden Retrofit-Programm von Müller Martini wieder eine stabil hohe Produktivität. Primär standen bei diesem Retrofit-Programm die elektronischen Komponenten des Versandraums im Fokus. Aber auch im Hinblick auf die Mechanik wurde einiges an Technik erneuert. Insgesamt waren alle Versandraum-Systeme in die Erneuerung durch Retrofit eingebunden, dazu zählen die Transporteure News-Grip, die Flexi-Roll-Puffer, die Zeitungs-Einstecksysteme News-Liner sowie die Kreuzleger CN 80 und CN 25. 

In Essen-Kettwig produziert die Axel Springer AG im Broadsheet- und Tabloid-Format mehrere im eigenen Verlag erscheinende sowie verlagsfremde Tages- und Sonntagszeitungen mit täglich bis zu einer Million Totalauflage – so zum Beispiel "Bild", "Bild am Sonntag", "Die Welt", "Welt am Sonntag", "Welt kompakt", "Handelsblatt", "Süddeutsche Zeitung" und "Euro am Sonntag". Dazu kommen unregelmäßige Akzidenzen, wie zum Beispiel die Kundenzeitung für die Supermarktkette Kaufland. Aufgrund der stetig steigenden Kleinteiligkeit, in Folge von immer kleineren Beilagen-Zonen, müssen die Maschinen heutzutage häufiger als bei der Inbetriebnahme des Versandraumes vor 14 Jahren, anhalten und wieder anfahren. Diese Arbeitsweise hat einen höheren Verschleiß zur Folge. "Außerdem gibt es nach über einem Jahrzehnt des Betriebs der Anlage eine komplett neue Generation von Steuerungen", so Heiko Krebs, Fertigungsleiter Druck und Versand, "deshalb neigte sich unser Elektronik-Zyklus dem Ende zu."

Das Retrofit-Programm umfasste sämtliche Maschinen und erfolgte während des laufenden Betriebs. So revidierte Müller Martini beispielsweise jeden einzelnen Flexi-Roll-Puffer im Werk und stellte der Axel Springer AG jeweils einen Ersatz zur Verfügung. Die laufende Produktion musste deshalb, laut Werkleiter Horst Caspar, zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt werden. Die wichtigsten Ziele der umfassenden Revision – Aufrechterhaltung der Leistung, Minimierung von Störungen – wurden erreicht, so Caspar weiter: "Wir verzeichnen nun wieder die gleich hohe Produktivität wie bei der Inbetriebnahme vor 14 Jahren. Und weil wir geringere Ausfallraten haben, sind die Produktionskosten entsprechend niedriger."

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