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Moeker Merkur stellt Insolvenzantrag

28 Mitarbeiter betroffen

Die Moeker Merkur Druck GmbH & Co. KG (Köln) hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Köln bestellte am 16. Februar Dr. Christoph Niering von der Kanzlei Hecker Werner Himmelreich in Köln zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Als Gründe für die Insolvenz nannte Dr. Dirk Wegener, Mitglied des vorläufigen Insolvenzverwalterteams, eine Mischung aus verschlechtertem Betriebsergebnis, durch den in der Branche allgemein vorherrschenden Preisdruck und Liquiditätsproblemen aufgrund steuerlicher Forderungen.

Wie Dr. Wegener gegenüber Deutscher Drucker erklärte, habe das Finanzamt eine Gewerbesteuerforderung über 250.000 Euro gestellt, die aufgrund eines "Rechtsformwechsels" fällig wurde und deshalb nicht durch entsprechenden Ertrag gedeckt war. Ein vorher seitens der Hausbank zugesicherter Kredit, sei nachträglich abgelehnt worden, da Moeker Merkur in den Monaten Dezember und Januar ein schlechteres Betriebsergebnis verzeichnet hatte, als für den schlechtesten Fall geplant war. Hieran sei vor allem der in der Branche vorherrschende Preisdruck schuld gewesen. Moeker Merkur beschäftigt nach eigenen Angaben rund 28 Mitarbeiter.

Nächste Schritte

Der Geschäftsbetrieb der Druckerei ist laut Dr. Wegener wieder voll angelaufen und könne mindestens bis zur wahrscheinlichen Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. April fortgeführt werden. Entsprechende Vereinbarungen mit Lieferanten und Kunden seien getroffen worden. Die Löhne der Mitarbeiter von Moeker Merkur seien außerdem durch das Insolvenzgeld gesichert.
Das vorläufige Insolvenzverwalterteam werde nun die nächsten Schritte einleiten. Dies bedeute auszuloten, ob die Fortführung des Unternehmens – sei es durch die bestehenden geschäftsführenden Gesellschafter Josef Miebach und Friedhelm Spohr oder durch andere Investoren – möglich sei. Entsprechende unverbindliche Anfragen anderer Druckereien aus der Region seien bereits eingegangen.

Insolvenz trotz Investitionen

Das Leistungsspektrum von Moeker Merkur umfasst sowohl Flyer, Plakate und Prospekte als auch hochwertige Imagebroschüren, Geschäftsberichte und Kataloge. Die Insolvenz des Unternehmens überrascht dahingehend, dass Moker Merkur nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren seinen Qualitätsstandard stetig verbessert hatte. Die Geschäftsführer Josef Miebach und Friedhelm Spohr, die das Unternehmen 2007 übernommen hatten, haben alleine 2007 mehr als 3 Mio. Euro in den Ausbau und die Modernisierung der technischen Ausstattung investiert. Dies berichtet die Druckerei auf ihrer Homepage. Außerdem wurde Moeker Merkur nach eigenen Angaben im Sommer 2006 und 2008 nach dem „PSO – Prozess Standard Offsetdruck“ zertifiziert. Seit April 2008 ist Moeker Merkur ein zertifiziertes Unternehmen nach den offiziellen FSC- und PEFC-Standards. Im April 2009 wurden diese Zertifikate vorzeitig bis Ende 2010 verlängert. Im Juli 2009 schloss sich Moeker Merkur der Klimainitiative „Print CO2 geprüft“ der Druck- und Medienverbände an.

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