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Nach Phoenix Print Augsburg: Himmer startet neu

Augsburger Großformat-Bogenoffsetdruckerei firmiert neu als Himmer GmbH Druckerei & Verlag
 

Marcus Fischer führt die Geschäfte der neu gegründeten Himmer GmbH Druckerei & Verlag in Augsburg.

Vor einigen Tagen berichtete print.de über einen nach langem Suchen und Werben gefundenen Investor für die angeschlagene Phoenix Print in Würzburg. In diesem Zusammenhang war auch vom geschlossenen Phoenix-Print-Partnerunternehmen in Augsburg die Rede. Letzteres ging ja aus der Himmer AG hervor. Und just Himmer scheint erneut der bekannten Redewendung aus der griechischen Mythologie (wie ein Phönix ...) alle Ehre zu machen.

Nach Betriebsschließung der Phoenix Print Augsburg und der Entlassung sämtlicher Mitarbeiter Ende September 2015 durch Insolvenzverwalter Christian Plail von der Kanzlei Schneider Geiwitz & Partner gibt es wieder eine neue Entwicklung. Mitarbeiter und Management der ehemaligen Himmer AG haben die Himmer GmbH Druckerei & Verlag am Standort Augsburg gegründet, wie print.de von Geschäftsführer Marcus Fischer erfahren hat. Im Rahmen eines „Management-Buy-In“ wurden die Maschinen und Assets in Augsburg erworben und der Geschäftsbetrieb gestartet.

Die Himmer GmbH Druckerei & Verlag fungiert unabhängig und inhabergeführt und verfügt laut Fischer über einen umfangreichen Maschinenpark. Produziert werden vom Format 3b bis ins XXL-Format 8 auf modernen Druckmaschinen vorwiegend Bücher, Kataloge, Broschuren, Rückstichhefte und CLP (City-Light)-Plakate. Etwa 40 Mitarbeiter finden in der neuen Gesellschaft wieder einen Arbeitsplatz. Vor der Insolvenz hatte Phoenix Print Augsburg noch rund 80 Beschäftigte.

Das Unternehmen sei gut aufgestellt und finanziell gut ausgestattet „und verfügt über eine Eigenkapitalquote von über dreißig Prozent“, wie Marcus Fischer betont.

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Leserkommentare (3)

Jakob | Mittwoch, 02. März 2016 09:36:04

Gehe über los?

Sehr geehrter Herr Dr. Selling,
lieber Peter,
lieber Herr Zimmer (noch nicht da?)

ich stimme Ihnen zu, was ist aus dieser Branche geworden.
Anstand, ehrbarer Kaufmann, Ritter des Konkurses. Immer wieder kann man diese hochwertigen Floskeln und Pauschalisierungen als Kommentare zu Berichten in schieflage geratener Unternehmen vernehmen.
Wobei zum ein oder anderen qualitativ hochwertigen Bericht ist das doch sehr passend, daran vernehme ich das Niveau in dieser guten alten Branche.


Viel zu konservativ, ehrsüchtig und besserwisserisch würde ich Sie bezeichnen.
Wie wird es doch dem Nachwuchs gelehrt, vermeide zu pauschalisieren, hinterfrage wenn du etwas nicht verstehst, sprich es direkt und nicht über dritte an, wenn du ein Problem hast. Das vermisse ich doch deutlich mehr als ehrbare Kaufleute.
Ehrbare Kaufleute wie ehemalige Mitarbeiter mit süffisanten Aussagen oder Mitschreiber die sich durch die doch so schlimme Branche und deren Lieferanten und Zulieferer hofieren lassen amüsieren mich bei den Kommentaren doch sehr. Von den Auftraggebern und deren Verhalten und Geschäftsgebaren die totgerittene Geschäftsmodelle bis zuletzt nicht aufgeben oder gar überdenken ganz zu schweigen.

Aber was wäre denn diese gute alte Branche, wenn wir nicht von solchen Schlagzeilen unterhalten werden. Richtig, es wäre langweilig und monoton. Innovation und Fortschritt und neue Wege werden nur von wenigen gelebt oder betreten. Ein hoch auf uns!

Da müssen wir doch auch den Beteiligten von Himmer, Stürz oder Phoenix dankbar sein.
Ich wünsche jedenfalls den dort verbliebenen in Augsburg wie in Würzburg viel Erfolg.
Die Verursacher und Verantwortlichen werden wohl nur bedingt dafür geradestehen...

In diesem Sinn weiterhin gute Unterhaltung :-)

Dr. Andreas Selling | Dienstag, 01. März 2016 15:46:03

Gehe über Los und kasiere 5.000 Euro

Lieber Peter,

da haben Sie vollkommen Recht.

Unsere Branche hat zu viele Unternehmensberater, die hektischen Aktionismus an den Tag legen und dabei auf Nachhaltigkeit pfeifen, weil sie nach Wochen oder bestenfalls Monaten in einem anderen Zirkus auftreten.

Unsere Branche hat zu viele Dompteure, denen es immer wieder gelingt, tote Pferde wiederzubeleben und auf Kosten Dritter über die nächste Hürde zu prügeln.

Was unserer Branche offensichtlich fehlt sind Ethikberater: "Redlichkeit", "Anstand", "ehrbarer Kaufmann" - diese Begriffe scheinen nicht mehr viel zu zählen. Aber dieses Problem geht wohl über die Druckindustrie hinaus!

Glück auf!

Peter | Montag, 29. Februar 2016 12:36:03

Himmer startet neu

Ach die Ritter des Konkurses,
sie reiten und reiten und reiten...

Merke: Mal wieder etwa 40 Beschäftigte kostengünstig entsorgt, solides Eigenkapital - basierend auf welchem Beitrag von Gläubigern und Belegschaft?
Und jetzt wieder voll konkurrenzfähig. Da kommen alle, die noch nicht auf das Geschäftsmodell der Insolvenz setzen, mal wieder ganz schön in Druck.

Was ist aus unserer Branche nur geworden?

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