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Nach erneutem Plus im 3. Quartal erhöht Cewe die Ertragsprognose für 2016

Cewe Fotobuch und die hohe Nachfrage nach Fotogeschenken steigern das Ergebnis
 

Die anhaltend positive Entwicklung hat die Cewe Stiftung & Co. KGaA dazu bewogen, die Ertragsprognose für das Geschäftsjahr 2016 um 2. Mio. Euro anzuheben. Besonderer Wachstumstreiber sei unter anderem der Bereich Cewe Fotobuch und Fotoprodukte.

Nach einem Umsatzplus von 2,5 % im dritten Quartal hat die Cewe Stiftung und Co. KGaA ihre Ertragsprognose für das Geschäftsjahr 2016 um 2 Mio. Euro angehoben. Wie das Unternehmen bekannt gab, erwartet der Vorstand nun statt zuvor 38 bis 44 Mio. Euro ein EBIT von 40 bis 46 Mio. Euro. Entsprechend höher ausfallen soll auch der Gewinn vor Steuern (EBT) mit nun 39 bis 45 Mio. Euro. Das Nachsteuerergebnis werde der neuen Prognose zufolge zwischen 29 und 33 Mio. Euro liegen. Cewe rechnet entsprechend auch mit einem höheren Umsatz als die bisher angenommenen 555 bis 575 Mio. Euro.

Der Umsatz im 3. Quartal fiel mit 128,6 Mio. Euro um 2,5 % höher aus als im Vorjahr (Q3 2015: 125,5 Mio. Euro), wie Cewe erklärte. Inklusive positiver Einmaleffekte in Höhe von 2,1 Mio. Euro habe das ausgewiesene EBIT im dritten Quartal damit 4,5 Mio. Euro (Q3 2015: 2,7 Mio. Euro) betragen. Damit habe die Cewe Stiftung & Co. KGaA erstmals seit vier Jahren bereits nach den ersten drei Quartalen die Gewinnzone erreicht. Bei einem um 7,7 % auf 365 Mio. Euro gestiegenen Konzernumsatz erwirtschaftete das Unternehmen in den ersten neun Monaten ein Konzern-EBIT von 4,1 Mio. Euro (Q1-3 2015: -4,4 Mio. Euro). Dabei sei jedoch zu berücksichtigen, dass rund 2,7 Mio. Euro der EBIT-Verbesserung auf nicht wiederkehrenden Einmaleffekten des aktuellen und vergangenen Geschäftsjahres beruhen.

Als Umsatztreiber für die positive Entwicklung 2016 sieht der Konzern vor allen Dingen das Cewe Fotobuch und weitere Fotogeschenke. Man profitiere dabei von der Marke der Cewe-Produktfamilie, die stetig erweitert werde und seit dem dritten Quartal auch klimaneutral angeboten werde. Wie Dr. Rolf Hollander, Vorstandsvorsitzender der Cewe Stiftung & Co. KGaA erklärte, habe man 2016 auch im strategischen Wachstumsfeld "kommerzieller Online-Druck" die Profitabilitätsschwelle erreicht.

Wachstumstreiber Fotofinishing

In den ersten neun Monaten 2016 habe das Geschäftsfeld Fotofinishing einen Umsatz von 262,0 Mio. Euro erzielt, was ein Plus von 9,3 % im Vergleich zum Vorjahresumsatz (Q1-3 2015: 239,6 Mio. Euro) entspreche. Dabei werde die Umsatzentwicklung vor allem durch den Trend zu höherwertigen Fotoprodukten angetrieben: Der Umsatz pro Foto stieg in den ersten neun Monate 2016 von 16,42 Eurocent im Vorjahreszeitraum um 9,8 % auf 18,04 Eurocent, so Cewe. Dabei habe das Cewe Fotobuch mit + 4,6 % noch stärker zugelegt als der prognostizierten Wachstumskorridor für das Gesamtjahr 2016 von + 1 % bis + 2 %. In den ersten neun Monaten 2016 hat Cewe das ausgewiesene EBIT im Fotofinishing von 6,1 Mio. Euro im Vorjahresvergleich um 5,2 Mio. Euro verbessert (Q1-3 2015: 0,8 Mio. Euro). Bereinigt um Einmaleffekte lag das operative EBIT der ersten drei Quartale 2016, laut dem neuesten Bericht, mit 4,4 Mio. Euro um rund 3,1 Mio. Euro besser als im gleichen Vorjahreszeitraum (Q1-3 20 15: 1,3 Mio. Euro).

Kommerzieller Online-Druck wächst um 10,6 %

Im Geschäftsbereich "kommerzieller Online-Druck" hat Cewe den aktuellen Zahlen zufolge, in den ersten drei Quartalen den Umsatz um 10,6 % auf 60,8 Mio. Euro steigern können. Gleichzeitig lag das EBIT mit 0,5 Mio. Euro erstmals im positiven Bereich (Q1-3 2015: -2,5 Mio. Euro). Im isolierten dritten Quartal 2016 erzielte der Kommerzielle Online-Druck mit einem Plus von 5,3 % einen Umsatz von 19,7 Mio. Euro (Q3 2015: 18,7 Mio. Euro). Dabei verbesserte sich das EBIT leicht auf -0,3 Mio. Euro (Q3 2015: -0,4 Mio. Euro). Der umsatzstärkste Monat wie im kommerziellen Online-Druck, wie auch im Fotofinishing für November erwartet, wenn bei vielen Geschäftskunden die Vorbereitungen auf das Weihnachtsgeschäft anstehen. A

Einzelhandel mit verbessertem Ergebnis

Positiv entwickelt hat sich nach Unternehmensangaben auch das Ergebnis des Geschäftsfelds Einzelhandel: Nach -1,4 Mio. Euro im Vorjahr verbesserte sich das EBIT um 1,0 Mio. Euro auf -0,4 Mio. Euro. Vor Restrukturierungskosten des Vorjahres betrug die operative Verbesserung 0,4 Mio. Euro. Wie erwartet liege der Einzelhandelsumsatz mit 40,2 Mio. Euro um 7,6 % unter dem Vorjahresniveau (Q1-3 2015: 43,5 Mio. Euro). Dabei seien 1,8 Mio. Euro des Umsatzrückganges auf negative Währungseffekte (v. a. in Norwegen und Polen) zurückzuführen. Währungsbereinigt erreichte der Umsatz in den ersten drei Quartalen 42,0 Mio. Euro (-3,4 % zum Vorjahresquartal). Auch im Einzelhandel liegt der Umsatz- und Ertragsschwerpunkt im Weihnachtsgeschäft des vierten Quartals. Bei der Betrachtung des Geschäftsbereichs Einzelhandel sei zudem zu berücksichtigen, dass der Umsatz- und Ergebnisbeitrag aus dem Fotofinishing-Sortiment auch im Geschäftsfeld Fotofinishing ausgewiesen werde.

ROCE liegt bei über 20 %

Die Eigenkapitalquote der Cewe Stiftung & Co. KGaA habe zum 30. September 2016 um 4,9 Prozentpunkte auf 57,2 % (30. September 2015: 52,3 %) zugelegt. Die Konzernverschuldung verringerte sich gegenüber dem 30. September 2015 um 15,2 Mio. Euro auf 132,5 Mio. Euro. Aufgrund des auf 44,8 Mio. Euro gestiegenen 12-Monats-EBIT habe sich der Return on Capital Employed (ROCE) als Kennzahl der Kapitalrentabilität seit dem 30. September 2015 von 15,9 % auf 20,6 % verbessert.

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