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Neef + Stumme wird durch Nachfolgegesellschaft fortgeführt

Finanzholding übernimmt Kommanditanteil von 24,9 Prozent

Für das Fortbestehen der insolventen Neef + Stumme GmbH & Co. KG (Wittingen) wurde offensichtlich eine Lösung gefunden. Wie das Management mitteilte, soll das Unternehmen künftig in Form einer Nachfolgegesellschaft fortgeführt werden, die als Neef + Stumme Premium Printing GmbH & Co. KG firmiert. Der Kaufvertrag mit dem Insolvenzverwalter sei bereits am 27. Mai mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juni 2009 geschlossen worden. Erworben wurden demnach die wesentlichen Vermögensgegenstände der insolventen Vorgängergesellschaft sowie die bestehenden Kunden- und Lieferantenbeziehungen. Wie Andreas Bauer, geschäftsführender Gesellschafter von Neef + Stumme, im Gespräch mit Deutscher Drucker konkretisierte, sollen circa 240 der rund 340 Mitarbeiter in die neue Gesellschaft übernommen werden.
Ermöglicht wird die Finanzierung der Druckerei unter anderem durch bestehende Bank- und Leasingfinanzierungen und durch EU-Fördermittel: Der Landkreis Gifhorn ist seit Anfang des Jahres wieder ein D-Fördergebiet – somit erhalten mittelständische Unternehmen im Landkreis unter bestimmten Voraussetzungen EU-Fördermittel für Investitionen, wenn mit diesen Arbeitsplätze geschaffen oder langfristig gesichert werden. Den Zuwendungsbescheid für die Gewährung der Fördermittel erwartet das Unternehmen bis Mitte Juli.
Außerdem hält die Print Media Group GmbH & Co. KG, eine Finanzholding mit Sitz in Heidelberg, ab sofort einen Kommanditanteil von 24,9 Prozent an Neef + Stumme – die restlichen 75,1 Prozent verbleiben bei den bisherigen Gesellschaftern Andreas Bauer und der Familie Stumme.
Hinter der Print Media Group stehen als Hauptgesellschafter die Gesellschafter der Druckereien Dierichs Druck + Media in Kassel und Griebsch & Rochol Druck in Hamm, Marc von Kiedrowsky und Rainer Grobe. Wie Andreas Bauer verdeutlichte, hatten Kiedrowsky und Grobe bereits geplant, ihre Unternehmen zum Jahreswechsel 2009/2010 in die von ihnen gegründete Holding einzubringen. Auf der Suche nach einem strategischen Investor für Neef + Stumme war so die Idee entstanden, das Wittinger Unternehmen ebenfalls als Partner in die Holding aufzunehmen.
Neben den Vorteilen einer Einkaufsgemeinschaft leistet die Holding laut Andreas Bauer über die 24,9 Prozent-Beteiligung auch einen Finanzierungsbeitrag für Neef + Stumme.
Wie Bauer betont, bleiben die Unternehmen unter dem Dach der Holding weiter eigenständig und mit der eigenen Marke am Markt präsent – auch an den bisherigen Gesellschaftern der drei Druckereien werde sich nichts ändern. Von Vorteil sei zudem, dass die Unternehmen sehr unterschiedliche Marktsegmente abdecken: »Die Unternehmen kannibalisieren sich nicht gegenseitig«, betont er.
Die Neef + Stumme Premium Printing GmbH & Co. KG werde sich auch weiterin auf die Produktion von hochwertigen Druckprodukten konzentrieren, und zusätzlich den Bereich »Premium Services« ausbauen. Dazu gehöre unter anderem die Abwicklung des kompletten Anzeigenhandlings für die Verlagskunden.
Die Neef + Stumme GmbH & Co. KG hatte am 21. Januar 2009 beim Amtsgericht Gifhorn Insolvenzantrag gestellt, das Insolvenzverfahren war zum 1. April eröffnet worden.

Neef + Stumme Premium Printing GmbH & Co. KG http://www.neef-stumme.de

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