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CSR-Kodex für die grafische Industrie Europas entwickelt

Neues Tool zur Darstellung der Unternehmensethik in grafischen Unternehmen
 

Der CSR-Kodex enthält zehn Prinzipien in Bezug auf Menschenrechte, Arbeitsbedingungen sowie Umwelt und Klima.

Der Graphische Verband Dänemarks und die Gewerkschaft HK/Privat veröffentlichen einen CSR-Kodex (Corporate Social Responsibility), der den Rahmen für die soziale Verantwortung in der grafischen Produktion – sowohl national als auch international – definieren soll.

Der Kodex enthält zehn Prinzipien, basierend auf dem United Nations Global Compact (Pakt, der zwischen Unternehmen und den Vereinten Nationen geschlossen wird, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten). 

Corporate Social Responsibility stellt einen aus dem Anglo-Amerikanischen kommenden Schlüsselbegriff der Unternehmensethik dar, welcher die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen aufgreift, in Bezug auf Menschenrechte, Arbeitsbedingungen sowie Umwelt und Klima. Es ist das erste Mal, dass sich ein Arbeitgeberverband und eine Gewerkschaft zusammengeschlossen haben, um einen solchen Kodex zu erstellen und ihn weiterzuentwickeln, hin zu einem Industrie-Standard für Gesamteuropa.

"Unserer Erfahrung nach beginnen mehr und mehr Unternehmen und Kunden Forderungen zu stellen, wie Drucksachen produziert werden sollten. Wir hoffen, dass die verborgenen Werte in punkto Verantwortlichkeit und Nachhaltigkeit in der grafischen Produktion mit dem Kodex transparenter werden", so Carsten Bøg, CSR- und Umweltschutz-Manager des Grafischen Verbandes Dänemark. "In vielen anderen Ländern liegt der Fokus nicht auf den Problemen Lärm in der Produktion, fehlenden Absaugvorrichtungen und Verwendung von Lösungsmitteln, so wie es in Dänemark üblich ist", so der Umweltmanager Mogens Nies von HK/Privat. Ausschlaggebend für diese Einschätzungen war ein Besuch der beiden Manager in chinesischen Druckereien.

Aus diesem Grund ist der CSR-Kodex aktuell an große Unternehmen, Verlage, Werbeagenturen und andere Printbyuer versandt worden. Sie sollen somit ermutigt werden, gezielte Forderungen an ihre grafische Lieferanten zu stellen. Weitere Informationen: www.ga.dk/csr-english

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Leserkommentare (2)

Petra Ebeling, Redaktion Deutscher Drucker | Freitag, 01. Februar 2013 10:36:35

CSR-Kodex für die grafische Industrie Europas entwickelt

In der grafischen Industrie Deutschlands gibt es diesbezüglich unseres Wissens nach keine gemeinsame Initiative. Doch verschiedene Unternehmen wenden in Eigeninitiative die Grundsätze von CSR an. Als Beispiele sind zu nennen: Heidelberger Druckmaschinen, der Großhändler Antalis, die Druckerei Lokay (Reinheim) und andere.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt in Deutschland die Anwendung eines CSR-Kodex in Unternehmen. Mehr dazu erfahren Sie auf www.csr-in-deutschland.de.

Bernd Hahne | Mittwoch, 30. Januar 2013 12:46:02

CSR-Code

Gibt es eigentlich eine entspechende Initiative in Deutschland? Es macht ja wenig Sinn, sich den Dänen anzuschließen (obwohl die, wie man ja weiß, nicht lügen).

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