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Noch kein Käufer für Broschek gefunden

Wenig Hoffnung auf Rettung der Hamburger Schlott-Töchter

Der Schlott-Tochter Broschek Tiefdruck mit Sitz in Hamburg droht die baldige Schließung.

Für die insolventen Tochtergesellschaften der Schlott Gruppe, die Broschek Tiefdruck GmbH und die Broschek Service GmbH, hat sich noch kein Käufer gefunden. Dies hat der vorläufige Insolvenzverwalter der Druckereigruppe, Siegfried Beck, am Freitag den Mitarbeitern mitgeteilt. Bislang gebe es aus dem Kreis der Interessenten lediglich ein Angebot, Grundstück und Gebäude zu übernehmen, jedoch ohne den laufenden Betrieb.

Sollte sich bis Anfang April kein Käufer für die beiden Hamburger Broschek-Gesellschaften mit ihren gut 200 Mitarbeitern finden, ist Beck gezwungen, nach Abwicklung der bestehenden Kundenaufträge den Geschäftsbetrieb geordnet stillzulegen. Grund: Nach Eröffnung der Insolvenzverfahren am 1. April wird kein Insolvenzgeld mehr gezahlt. Die Unternehmen müssen dann wieder unter Vollkostenbedingungen arbeiten, das heißt alle Kosten wieder aus ihren Einnahmen erwirtschaften. Da beide Gesellschaften aber hoch defizitär sind, ist eine Schließung unvermeidlich, wenn nicht noch ein Investor einspringt.

„Wir werden bis zur letzten Minute kämpfen, um eine Lösung für die beiden Gesellschaften zu finden“, sagte Beck, der von Nürnberg nach Hamburg gereist war, um die Beschäftigten zu informieren. „Ich will den Mitarbeitern aber nichts vormachen: Die Chancen sind äußerst gering.“ Beck versprach aber, sich für den Fall der Schließung um öffentliche Mittel für eine Transfergesellschaft zu bemühen. Für alle anderen Gesellschaften der Schlott Gruppe seien die Aussichten hingegen deutlich positiver. Für sie gebe es mehrere Kaufinteressenten, mit denen derzeit intensiv verhandelt werde.

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