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„Nordkurier“ beendet Kooperation mit Schweriner Volkszeitung

Stärkere Konzentration auf Lokaljournalismus
 

Der „Nordkurier“ setzt in Zukunft verstärkt auf lokale Inhalte.

Die norddeutsche Tageszeitung „Nordkurier“ beendet ihre Mantelkooperation mit der „Schweriner Volkszeitung“ und setzt künftig auf mehr eigenständige Berichterstattung mit starken regionalen und lokalen Akzenten. Die Rückbesinnung erfolge auf ausdrücklichen Wunsch der Leserinnen und Leser, betont „Nordkurier“-Chefredakteur und Geschäftsführer Lutz Schumacher. Die Redaktion soll personell aufgestockt werden.

Nach vier Jahren der Zusammenarbeit im Rahmen einer gemeinsamen Redaktionsfirma beenden „Nordkurier“ und „Schweriner Volkszeitung“ zur Jahresmitte das Projekt einer gemeinsamen überregionalen Berichterstattung. Dies ist die Konsequenz mehrerer Leserbefragungen. Untersuchungen hätten eine hohe Zufriedenheit der Nordkurier-Nutzer mit der lokalen Berichterstattung ergeben, gleichzeitig aber auch Schwächen in den überregionalen Themen, bei der Landesberichterstattung und im Sport aufgezeigt.

„Nordkurier“-Chefredakteur Lutz Schumacher: „Die Zukunft der regionalen Tageszeitung liegt in der Region, der lokalen Umfelder und teilweise im Sublokalen. Das gilt für die gedruckte Zeitung wie für die digitalen Angebote. Fast alle großen nationalen und internationalen Themen haben lokale oder regionale Auswirkungen. Das wollen wir künftig stärker in den Mittelpunkt rücken. Der Auftrag hierzu kommt direkt von unseren Lesern, die uns monatelang Auskunft über ihre Vorlieben und Wünsche gegeben haben. Sie wollen verstehen, was in ihrer näheren Umgebung passiert und wie sich das Weltgeschehen auf ihr eigenes Leben auswirkt. Nur Redakteurinnen und Redakteure, die in der Region stark verankert sind, können das aufschreiben."

Aus diesem Grund will die Verlagsgruppe ab Mitte des Jahres den „Nordkurier“-Mantel wieder vollständig selbst produzieren. Auch der Online-Auftritt der Tageszeitung soll bis dahin neu aufgesetzt werden. Schumacher kündigte deshalb an, die Redaktion von derzeit 106 auf rund 120 festangestellte Redakteurinnen und Redakteure auszubauen. In dieser Zahl sind die 14 Volontärinnen und Volontäre des Hauses nicht enthalten.

Der „Nordkurier“ erscheint im östlichen Mecklenburg, in Vorpommern und im Norden Brandenburgs. Die verbreitete Auflage von knapp 90.000 Exemplaren – verteilt auf 13 Lokalausgaben – erreicht rund 200.000 Leser pro Tag. Seit 1991 sind zu je einem Drittel die Verlage der Kieler Nachrichten, der Augsburger Allgemeinen und der Schwäbischen Zeitung Gesellschafter der Verlagsgruppe Nordkurier.

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