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Nürnberger U.E. Sebald Druck GmbH an Burda verkauft

Auch Werbeagentur Media-2-Print aus der Schlott-Insolvenz findet einen Käufer
Sebald

Das Verwaltungsgebäude der U. E. Sebald GmbH in Nürnberg.

Die ersten Unternehmen aus der insolventen Schlott-Gruppe haben neue Eigentümer. Wie Insolvenzverwalter Dr. Siegfried Beck am 12. April 2011 bekannt gab, hat die Burda Druck GmbH aus Offenburg den Geschäftsbetrieb der U. E. Sebald Druck GmbH in Nürnberg übernommen. Außerdem hat die Stark-Unternehmensgruppe aus Bremen den Geschäftsbetrieb der in Nürnberg ansässigen Schlott-Werbeagentur Media-2-Print GmbH erworben.

„Mit der Burda Druck GmbH und der Stark-Unternehmensgruppe haben wir zwei starke Investoren gefunden, die in Marktausrichtung und Portfolio gut zu den beiden Unternehmen passen", sagte Beck. Er sei zuversichtlich, dass auch noch andere Schlott-Gesellschaften verkauft und damit weitere Arbeitsplätze gerettet werden könnten.

Wie Burda Druck  erklärte, soll die Übernahme von Sebald der Sicherung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit dienen. Man wolle "in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und der Belegschaft den Betrieb in eine langfristig gute Zukunft führen". Mit der Übernahme durch Burda Druck bleiben – wie es in einer Pressemitteilung heißt – über 220 Arbeitsplätze am Standort Nürnberg erhalten.

Unabhängig vom Verkauf hatte der Insolvenzverwalter am Tage der Insolvenzeröffnung in Umsetzung des Restrukturierungsprogrammes mit dem Betriebsrat einen Interessenausgleich und Sozialplan ausverhandelt. Demnach müssen zur Sicherung der Rentabilität und des Standortes Nürnberg 53 Kündigungen ausgesprochen werden.

Burda hatte im Februar die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft mit der TSB-Gruppe für Vertrieb, Auftragsbearbeitung und Produktionsplanung bekanntgegeben. Burda Druck ist Teil der Mediengruppe Hubert Burda Media. Der Verkaufsprozess wurde durch Metzler Corporate Finance begleitet.

Die Stark-Unternehmensgruppe will die Media-2-Print GmbH unter dem neuen Namen M2P Medienfabrik GmbH & Co. KG am Markt positionieren. Stark übernimmt 33 der ursprünglich 47 Mitarbeiter. Der Geschäftsübergang ist bereits erfolgt. Die Unternehmensgruppe ist auf Mediendienstleistungen spezialisiert und hat bundesweit über 2.500 Mitarbeiter.

Stillschweigen zu den Kaufpreisen

Über die Kaufpreise wurde jeweils Stillschweigen vereinbart. Die Gläubiger haben den Übertragungen bereits zugestimmt. Der Kaufvertrag mit der Burda Druck GmbH steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden.

Für die anderen deutschen Schlott-Gesellschaften – die DVN Druckverarbeitung Nürnberg GmbH, die Schlott GmbH in Freudenstadt, die WWK Druck GmbH in Landau und die Broschek Rollenoffset GmbH in Lübeck – dauern die Verkaufsverhandlungen noch an. 

Für die beiden Broschek-Gesellschaften in Hamburg hatte der Insolvenzverwalter bereits die Stilllegung der Betriebsstätten bekanntgegeben.

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