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Océ will Löhne kürzen und Arbeitszeiten verlängern

Verhandlungen mit der IG Metall haben begonnen – Ziel sind neue tarifvertragliche Regelungen
 

Océ wollte auf Nachfrage von print.de aufgrund der aktuell laufenden Gespräche den Stand der Verhandlungen nicht kommentieren.

In dieser Woche haben Sondierungsgespräche zwischen dem Druckmaschinenhersteller Océ Printing Systems (Poing bei München) und der IG Metall begonnen. Wie die Onlineausgabe der Zeitung Münchner Merkur berichtete, sind das Ziel neue tarifvertragliche Regelungen. Grundlage des Gesprächs soll ein 19-Punkte-Plan sein, in dem die Geschäftsleitung von Océ Printing Systems in Poing ihre Forderungen formuliert. Darin fordere sie u.a. eine Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit von 35 auf 38,5 Stunden ohne Entgeltausgleich, Kürzung des Urlaubsgeldes und Änderung der Weihnachtsgeldregelung. Eine solche Liste liege der Zeitung vor, heißt es weiter. Betroffen davon seien rund 1000 Beschäftigte.

Außerdem wolle das Unternehmen Tariferhöhungen künftig an die eigene wirtschaftliche Lage knüpfen und nicht an die Tarife der Metall- und Elektroindustrie. „Im Kern geht es allerdings nur um drei Punkte“, erklärte Christian Naß von der IG Metall gegenüber der Zeitung. „Arbeitzeit, Lohn und Status - tariflich oder außertariflich.“

Océ Printing Systems ist im April laut dem Münchner Merkur aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten.

Wie die IG Metall auf ihrer Internetseite schreibt, habe die Belegschaft von Océ Poing sechs Jahre lang drei Stunden in der Woche Mehrarbeit geleistet und auf Geld verzichtet, um den Standort zu erhalten. Im Gegenzug hätte das Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Vor zwei Jahren wurde der Betrieb von Canon übernommen. Nun wolle das Unternehmen nicht mehr nach Metalltarifvertrag bezahlen sondern den Tarif für den Groß- und Einzelhandel einführen.

Océ wollte auf Nachfrage von print.de aufgrund der aktuell laufenden Gespräche den Stand der Verhandlungen nicht kommentieren.

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