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Paperlinx UK und Paperlinx Benelux insolvent

Deutsche Tochter des australischen Papierhandelskonzerns Paperlinx laut Unternehmensangaben nicht betroffen
 

Paperlinx UK, britisches Tochterunternehmen des australischen Papierhandelskonzerns Paperlinx, sowie die Benelux-Tochter Paperlinx B.V., haben Insolvenz angemeldet. 

Der britische Papierhändler Paperlinx UK musste Anfang April Insolvenz anmelden. Im Verlauf dieser Woche kamen ebensolche Nachrichten von der Benelux-Tochter Paperlinx B.V. Dieses Unternehmen befindet sich ebenfalls auf dem Weg ins Insolvenzverfahren. Beide Papierhandelsunternehmen sind Tochtergesellschaften der australischen Muttergesellschaft Paperlinx Ltd. mit Hauptsitz in Victoria. Nach eigenen Angaben ist die Paperlinx Deutschland GmbH von den Insolvenzen nicht direkt betroffen.

Von der Insolvenz des Papierhändlers Paperlinx UK sind die Handelsunternehmen Robert Horne Group Limited, Howard Smith Paper Group Limited, The Paper Company und Paperlinx Services (Europe) Ltd. betroffen. Für weitere 14 zum Geschäftsbereich Papierhandel und VTS (Visual Technoly Solutions) von Paperlinx UK gehörende Unternehmen wurde ebenfalls Insolvenz angemeldet. Betohnt wird in einer Pressemitteilung des Unternehmens, dass es sich um eine freiwillige Insolvenz handelt. Die Insolvenzmaßnahmen betreffen nahezu 700 Mitarbeiter, die sofort freigestellt wurden. Nicht betroffen soll der Bereich Verpackung von Paperlinx UK sein. 

Als Gründe für die Insolvenz werden die weiterhin geringere Nachfrage nach Papier und der Margenrückgang in Großbritannien, zusammen mit Problemen bei der Umstrukturierung der Pensionsverpflichtungen und die Kündigung der Kreditausfallversicherung angegeben.

Nicht von der Insolvenz betroffen seien, laut Pressemitteilung der Insolvenzverwaltung Deloitte UK, die Unternehmen Paperlinx Ireland Ltd. und die Paperlinx-Unternehmen mit Geschäften auf dem europäischen Festland, in Asien und Australien.

Ausgenommen davon ist die Paperlinx-Gesellschaft Benelux, die laut Paperlinx-Pressemitteilung, bis zum 15. April 2015 zum Verkauf stand. Circa zwei Wochen nach der Insolvenz des britischen Paperlinx-Unternehmens musste Paperlinx B.V. am 14. April 2015 Insolvenz nach niederländischem Insolvenzrecht beantragen, nachdem die vorangegangenen Verkaufsverhandlungen nicht zum Ziel führten. Dieses Unternehmen zeichnet verantwortlich für die niederländischen und belgischen Geschäfte des Papierhandelsunternehmens. 

Andy Preece, CEO von Paperlinx Ltd., erklärt: "Paperlinx hat in den letzten fünf Geschäftsjahren erhebliche Mittel in die Restrukturierung der europäischen Aktivitäten investiert, vor allem in den Benelux-Staaten und in Großbritannien. Aber es war leider nicht möglich, eine Trendwende in deren Leistungsfähigkeit zu bewirken. Es ist daher nicht mehr im Interesse des Unternehmens, die Finanzierung erheblicher Restrukturierungsmaßnahmen in der Region fortzusetzen oder laufende Handelsverluste zu unterstützen."

Das Mutterunternehmen Paperlinx Ltd. versucht laut eigenen Angaben, auch andere seiner europäischen Gesellschaften zu verkaufen. Davon betroffen könnten die Tochtergesellschaften in Österreich, Tschechien, Dänemark, Deutschland, Irland, Polen und Spanien sein. 

Auf Anfrage von Deutscher Drucker  war von der Geschäftsleitung der Paperlinx Deutschland GmbH folgende Stellungnahme zu erhalten: "Die stetige Veränderungen des Papiermarktes sind seit geraumer Zeit für alle Beteiligten spürbar, daraus resultierend war es unseren Schwesterfirmen in UK, Belgien und den Niederlanden leider nicht mehr möglich, ihre Geschäfte weiter fortzuführen. Wir, das Management und die Mitarbeiter der Paperlinx Deutschland GmbH, bedauern dies zutiefst. Als Paperlinx Deutschland GmbH sind wir Teil des Konzerns Paperlinx, aber nicht direkt von den Insolvenzen in UK, Belgien und den Niederlanden betroffen. Wir betreiben unsere Geschäfte ohne Einschränkungen für unsere Kunden in gewohnter und verlässlicher Qualität. Die Paperlinx Deutschland GmbH pflegt seit Jahrzehnten ein vertrauensvolles und partnerschaftliches Verhältnis zu ihren Lieferanten und wir werden von unseren Partnern hier ausnahmslos unterstützt".

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