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Papersystems Holding stellt Antrag auf Schutzschirmverfahren

E.C.H. Will und Kugler-Womako betroffen
 

Alexander Wassermann, CEO der E.C.H. Will Holdinggesellschaft Papersystems, will das Schutzschirmverfahren in möglichst kurzer Zeit erfolgreich durchlaufen.

Die Geschäftsführung der Papersystems Holding GmbH hat am vergangenen Freitag in Absprache mit ihren Gesellschaftern einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Pinneberg gestellt, ebenso für die E.C.H. Will GmbH und die Kugler-Womako GmbH. Die Unternehmen begeben sich unter das Schutzschirmverfahren.

Das Schutzschirmverfahren soll es ermöglichen im Rahmen einer Eigenverwaltung einen tragfähigen Plan mit dem Ziel der Restrukturierung des Unternehmens zu erarbeiten. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, das Unternehmen mit einem modifizierten Konzept fortzuführen.
 
Die Geschäftsführung bleibt bei diesem Verfahren weiterhin voll handlungsfähig. Als Restrukturierungsexperte ist Detlef Specovius ab sofort Mitglied der Geschäftsleitung. Das Amtsgericht hat zudem den Rechtsanwalt und Steuerberater Berthold Brinkmann aus der Hamburger Kanzlei Brinkmann & Partner zum vorläufigen Sachwalter bestellt.
 
In den kommenden Monaten soll nach Angaben des Unternehmens ein in weiten Teilen gemeinsam mit der Belegschaft, dem Betriebsrat und der IG Metall erarbeitetes Konzept mit dem Ziel der Restrukturierung und Fortführung des Unternehmens umgesetzt werden. Die Kugler- Womako GmbH wolle ihren profitablen Geschäftsbetrieb und ihre Neuausrichtung mit dem seit März neu eingesetzten Management weiter fortführen. Alexander Wassermann, CEO der E.C.H. Will Holdinggesellschaft Papersystems, erklärt: „Wir wollen das Schutzschirmverfahren mit der Unterstützung unserer Gesellschafter in möglichst kurzer Zeit erfolgreich durchlaufen.
 
Wie die Unternehmensgruppe bekannt gab, kam es ab Mitte 2012 zu einem drastischen Einbruch des Neumaschinengeschäfts bei E.C.H. Will. Der Rückgang sei auf die weltweite Schwäche im grafischen Papiermarkt und eine konjunkturelle Abkühlung der Investitionstätigkeit in Asien zurückzuführen. Allerdings wachse das Servicegeschäft. Kugler-Womako als Hersteller von Passbindeanlagen und Papierverarbeitungsmaschinen zeige einen positiven Geschäftsverlauf. Allerdings musste sich das Unternehmen aufgrund der Verbundstruktur ebenfalls unter den Schutzschirm begeben. Anders die auch zur Papersystems-Gruppe gehörende US-Gesellschaft Pemco Inc. in Sheboygan (Wisconsin/USA): Das Unternehmen arbeite profitabel und finanziell unabhängig.
 
Der Geschäftsbetrieb aller Unternehmen läuft in vollem Umfang weiter. Kunden und Lieferanten werden über die Entwicklung im Unternehmen informiert. Die Auszahlung der Löhne und Gehälter ist während des laufenden Schutzschirmverfahrens gesichert.
 

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