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Papierfabrik Reflex von deutschen Investoren übernommen

Hariolf Koeder ist neuer Geschäftsführer
 

Die Produktionsanlagen der Reflex GmbH & Co. KG.

Die Dürener Papierfabrik Reflex wurde am 1. Februar 2015 von deutschen Investoren übernommen, nachdem am 1. Oktober 2013 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Reflex Premium Papier AG eröffnet worden war. Das neu gegründete Unternehmen trägt den Namen Reflex GmbH & Co. KG.

Zu den Investoren zählen als Mehrheitsgesellschafter ein privates Familienkonsortium und der familiengeführte Papierverarbeiter May+Spies. Im Sinne aller Beteiligten sei es, heißt es in einer Pressemeldung, dass Reflex als unabhängiges und selbstständiges Unternehmen operieren werde. Über Details zum Erwerb durch die neugegründete Reflex GmbH & Co. KG wurde Stillschweigen vereinbart.

Das neue Businessmodell von Reflex setze auf Veränderung, heißt es weiter. Die Mehrsäulen-Strategie basiere auf vier Geschäftsfeldern. Unter dem Begriff „Grafische Papiere“ werden – laut Reflex – Marken wie Gohrsmühle, Zeta, Efalin, Zanders T2000 und andere aus dem Programm der „Zanders Premium Papiere“ weiterhin produziert und international vermarktet. Dieser Bereich soll kontinuierlich ausgebaut werden. Der Bereich der hochwertigen, ungestrichenen Etikettenpapiere soll in Zukunft eine stärkere Säule der Produktpalette bilden. Bei den technischen Papieren verfügt Reflex laut eigenen Angaben über Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen. Deshalb will Reflex diesem Segment zukünftig eine wichtige Rolle einräumen. In Kürze soll ein viertes Geschäftsfeld eines Wettbewerbers übernommen werden. Diesbezüglich wurde bereits eine Absichtserklärung, ein sogenannter Letter of Intent (LOI), unterzeichnet.

Das Unternehmen Reflex beabsichtigt weiterhin, eine Marktveränderung durch das Erschließen neuer oder zurzeit ruhender Märkte vorzunehmen. Schwerpunktmarkt sei dabei zunächst die DACH-Region. Die Erschließung des europäischen Marktes werde zügig ausgebaut, eine Expansion nach Übersee sei vorgesehen, heißt es in der Pressemeldung weiter.

In die Produktionsanlagen planen die Investoren laut Reflex umfangreiche Investitionen. So wird der Bau eines neuen Kraftwerks zur Dampf- und Energieversorgung eine der ersten vorrangigen Investitionen sein. Die Prozesse hierzu seien bereits eingeleitet.

Bei der Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Oktober 2013 schätzte der Insolvenzverwalter Dr. Mark Boddenberg, aus der Kanzlei Dr. Ringstmeier und Kollegen, das Potenzial bei Reflex als positiv ein. Erforderliche Kosteneinsparungen führten allerdings auch zum Abbau des Personals um rund ein Drittel auf nunmehr 67 Mitarbeiter. Harald Heine von Bogner-Gottschalk-Heine-Unternehmensberater (BGH Consulting), Starnberg, begleitete im Auftrag von Boddenberg seit Eröffnung der Insolvenz den gesamten Prozess bei Reflex. So überprüfte er nicht nur die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, sondern entwickelte das neue Businessmodell und begleitete den Verkaufsprozess.

Der neu bestellte Geschäftsführer der Reflex GmbH & Co. KG, Hariolf Koeder, ist bereits seit Ende 2013 an der Seite von Harald Heine als Berater für Reflex aktiv. Seit mehr als 25 Jahren in der Papierindustrie tätig, verfügt Koeder über umfangreiche Erfahrungen im Restrukturierungsbereich, internationalen Vertrieb und speziell in der Neuausrichtung von Unternehmen.

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