Weiterempfehlen Drucken

Papierindustrie: EU darf Standort Deutschland nicht gefährden

EU-Beihilfeverfahren zum Erneuerbare Energien Gesetz
 

Klaus Windhagen, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Papierfabriken e.V.

"Die EU-Kommission muss sich der wirtschaftspolitischen Tragweite ihrer Entscheidungen bewusst sein.“ Das hat der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Papierfabriken e.V. (VDP), Klaus Windhagen, anlässlich der kürzlich bekanntgegebenen Eröffnung eines Beihilfeverfahrens gegen das deutsche Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) gefordert. 

Wenn die Kommission dabei die besondere Ausgleichsregelung für energieintensive und im internationalen Wettbewerb stehende Branchen in Frage stelle, gefährde sie massiv den Industriestandort Deutschland, sagte Windhagen.

Die Ausgleichsregelung sei keine unzulässige Beihilfe, sondern gleiche lediglich den massiven Wettbewerbsnachteil aus, der sich aus der rein nationalen Belastung des EEG ergebe. Nur so seien energieintensive Branchen wie die Papierindustrie in der Lage, wettbewerbsfähig am Standort Deutschland zu produzieren. Falle die Ausgleichregelung in Deutschland, bedeute das für viele Unternehmen im internationalen Wettbewerb das Aus. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen mit dem einzigen Produktionsstandort in Deutschland hätten keine Alternative, sagte Windhagen weiter. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass diese Problematik von der EU-Kommission gesehen werde.

Wichtig ist nach Windhagens Worten, dass die Kommission das Verfahren schnell abschließt, um den Unternehmen Rechtssicherheit zu geben. Allein die Einleitung des Verfahrens führe dazu, dass wichtige Investitionen zurückgehalten würden. Es sei übrigens auch Aufgabe der neuen Bundesregierung, so Windhagen weiter, der Kommission die Bedeutung ihrer Entscheidung für tausende von Arbeitsplätzen in Deutschland deutlich zu machen.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare (1)

Klartext | Donnerstag, 02. Januar 2014 10:26:05

Schmarotzertum

Stimmt – nur wer von der EEG-Umlage befreit ist, steht im internationalen Wettbewerb. Wie kann man nur so Arrogant sein? Die kleinen und mittleren Unternehmen, die durch die EEG-Umlage nicht befreit sind und dadurch indirekt Ihre Konkurrenz subventionieren, gehören tatsächlich zu den Leid tragenden. Die Befreiung von der EEG-Umlage ist eine wettbewerbsverzerrende Maßnahme und gehört abgeschafft. Unternehmen, deren Überleben davon abhängt, dass die Allgemeinheit deren hohen Stromverbrauch finanziert, haben sowiso keine Daseinsberechtigung. Dennoch, jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung, auch wenn er damit ein solch abartiges Schmarotzertum beführwortet.

Markt & Management

Kromer Print AG: 15 Mio. Franken investiert

Schweizer Druckerei mit neuer Produktionstechnik in neuen Räumen

Vor wenigen Tagen wurde im Schweizer Städtchen Lenzburg (Kanton Aargau) und dort im Industriegebiet Gexi eine nicht alltägliche Investition „ihrer Bestimmung übergeben“: die Kromer Print AG nahm offiziell den Betrieb in der neuen Druckerei auf. Gut 15 Mio. Schweizer Franken (rund 13,2 Mio. Euro) investierte das Unternehmen, das seit einigen Jahren die Hausdruckerei der SVBL (Schweizerische Vereinigung für die Berufsbildung in der Logistik) ist, in einen Neubau und neue Technik. Das berichtete die Aargauer Zeitung. Zur Ausstattung gehört auch eine Heidelberg Speedmaster XL 105-5+L. Seit der Jahrtausendwende hat die Kromer Print AG ihren Umsatz verdreifacht und erwirtschaftet aktuell 22 Mio. Franken im Jahr.

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Deutscher Druck- und Medientag 2017

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Ganz großes Kino für Print: Wie die Creatura-Initiative begeistert

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Ist der Aufschwung auch bei Ihnen angekommen?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...