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Papierindustrie: Strukturwandel der Branche setzt sich fort

Produktion von Verpackungspapieren wächst um 1,8 Prozent
 

Der Gesamtabsatz von Verpackungspapieren im Jahr 2016 ist um 1,8 Prozent gestiegen.

Der Absatz der deutschen Papierindustrie betrug im Jahr 2016 rund 22,7 Mio. Tonnen und blieb damit – wie die Produktion mit 22,6 Mio. Tonnen – knapp unter dem Vorjahresniveau. Fortgesetzt hat sich der Strukturwandel der Branche. Der weitere Absatzrückgang der grafischen Papiere (-3,6 Prozent) wurde durch Wachstum in anderen Sortenbereichen aufgefangen. Das gab der Verband deutscher Papierfabriken (VDP) jetzt bekannt.

Dabei hätten die Verpackungspapiere um 1,8 Prozent, Hygienepapiere um 3,2 Prozent sowie Technische und Spezialpapiere um 1,7 Prozent zugelegt, erklärte der Präsident des Verbandes Deutscher Papierfabriken, Moritz J. Weig, auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes.

Nachdem es im vergangenen Jahr zu Maschinenstillegungen vor allem im grafischen Bereich gekommen war, hätten die Unternehmen für das laufende Jahr neue Kapazitäten von rund 800.000 Tonnen angekündigt, was auch die Beschäftigung in der Papierindustrie stabilisieren würde, so Weig weiter.

Die deutsche Papierindustrie hat im vergangenen Jahr 7,6 Prozent mehr Altpapier aus dem Ausland importiert. Insgesamt wurden 16,9 Mio. Tonnen Altpapier eingesetzt und die Altpapiereinsatzquote somit auf den Wert von 74,5 Prozent gesteigert.

Trotz der hohen Sammelquoten im Inland sei die deutsche Papierindustrie schon seit Jahren Nettoimporteuer für Altpapier. In Deutschland wurden 2016 15,4 Mio. Tonnen Altpapier gesammelt. Das seien 1,5 Mio. Tonnen weniger, als die Branche benötigt. Da Deutschland auch bestimmte Sorten an Altpapier exportiert, wurden laut VDP insgesamt 4,4 Mio. Tonnen Altpapier aus dem Ausland importiert.

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