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Pawi Packaging bezieht neues Faltschachtelwerk

11 Mio. Euro in Singen investiert
 
GL Pawi Packaging GmbH Singen

Die Geschäftsleitung der Pawi Packaging GmbH in Singen: Olaf Müller-Funke, Andreas Keller, Ralf Kautzmann, Jürgen Graf, Ivo Forster (v.l.n.r.).

Die Schweizer Verpackungsfirma Pawi Verpackungen AG (Winterthur) hat 11 Mio. Euro in ein neues Produktionswerk im grenznahen Singen (Baden-Württemberg) investiert. Der Forderung nach Lebensmittelsicherheit wurde dabei besonders Rechnung getragen.

2012 hatte die Pawi Verpackungen AG, nur 35 Kilometer vom Hauptsitz entfernt, die Faltschachtelfirma Lago Print GmbH übernommen und die Firma mit Standort Rielasingen in Pawi Packaging GmbH umfirmiert. Schon bei der Übernahme war klar, dass in Bälde ein neues Produktionswerk gebaut werden soll. Man entschied sich dann für das Industriegebiet Tiefenreute in der Stadt Singen. Von den dortigen 16.000 qm Bauland wurde die Hälfte der Fläche mit der neuen Produktionsstätte für eine Faltschachtelproduktion überbaut. Die Pawi Packaging GmbH beschäftigt am neuen Standort rund 50 Mitarbeiter.

Das dazugehörige Hochregallager bietet Platz für 1.600 Palettenplätze. Die Druckmaschine wird von Anfang an nur mit migrationsfreien Farben auf Basis Pflanzenöl betrieben. Das ganze Betriebsgelände ist umzäunt. Hohe Anforderungen werden auch an die Hygiene gestellt. So ist zum Beispiel die Produktion von der Administration und dem Hochregallager getrennt und nur durch Hygieneschleusen betretbar. Eingehende Ware, die auf Holzpaletten angeliefert wird, wird auf Kunststoffpaletten umgeladen um höchste Sauberkeit zu garantieren. Ökologie und Nachhaltigkeit seien nicht nur Worthülsen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Die 2.300 qm Dachfläche wurde für die Installation einer Photovoltaik-Anlage genutzt. Damit wird mit Sonnenenergie über 60 Prozent des Strombedarfs für die Produktionsstätte genutzt. Die Leistung beträgt 350 kWp und ergibt eine Energieproduktion von 325.000 kWh/Jahr. Die vermiedenen CO2-Emissionen betragen 195.000 kg/Jahr. Ab sofort wird den Kunden auch die Möglichkeit klimaneutral zu drucken angeboten.

Bei der neu angeschafften Druckmaschine handelt es sich um eine 6-Farben Heidelberg XL 106 mit Lackwerk im Format 75 x 106 cm. Dazu passend wurde in zwei Stanzmaschinen der Firma Bobst in demselben Format investiert. Im Prepress-Bereich ergänzen ein neuer Offsetplattenbelichter (Kodak) sowie ein Hochleistungsschneidplotter (Kongsberg) den Maschinenpark. Zudem wurden zwei Faltschachtelklebemaschinen, eine Fensterklebemaschine und ein Tray-Aufrichter komplett revidiert. Zudem wurde in eine Abpackanlage angeschafft, die ein schnelles Verpacken der Produkte erlaubt. Der Neubau und die Maschinenanschaffungen zielen darauf ab, die Produktion optimal für eine Lebensmittel-konforme, rationelle und schlanke Faltschachtelproduktion einzurichten.

Im Winterthurer Werk werden diverse Spezialitäten sowie Faltschachteln im Digital- und Offsetdruck produziert, allerdings in kleineren Auflagen und mit einem höheren Veredelungsgrad. Neben den 50 Mitarbeiter bei PAWI Packaging sind bei der Alpha Impress noch weitere zehn, in der Schweiz insgesamt 200 Personen beschäftigt. In der Gruppe wurde 2015 ein Umsatz von 42,8 Mio. Euro erzielt.

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