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Phoenix Print Augsburg vor dem Aus

Geschäftsleitung stellt Insolvenzantrag und kappt Leitungen zwischen Würzburg und Augsburg
 

Wenige Monate nach der Fusion zur Phoenix Print GmbH steht der Betrieb in Augsburg still. (Foto: Phoenix Print GmbH)

Dramatische Wende nach der erst im April erfolgten Fusion der beiden Traditionsdruckereien Stürtz in Würzburg und Himmer in Augsburg zur Phoenix Print GmbH mit zwei Standorten: Am 4. August hat die Phoenix Print Augsburg GmbH, vertreten durch die Geschäftsführer Marcus Fischer und Ronald Johannes Hof, beim Amtsgericht Augsburg Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht bestellte den Augsburger Rechtsanwalt Christian Plail zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Am gestrigen Dienstag hat die Unternehmensleitung in Würzburg dann einem Bericht der „Augsburger Allgemeine“ zufolge alle Verbindungen (Telefonanschlüsse, E-Mail- und Datenübertragungs-Verbindungen) nach Augsburg gekappt, so dass an dem Standort nicht mehr gearbeitet werden kann. 80 Beschäftigte sind laut der Gewerkschaft Verdi betroffen. Die Gewerkschaft habe „ein solches Vorgehen bisher noch nie erlebt“, wird Verdi-Sekretär Rudi Kleiber zitiert. In einer Insolvenz laufe die Produktion in der Regel weiter, bis der Insolvenzverwalter über das weitere Vorgehen entscheidet. In diesem Fall sei ohne die Belegschaft und den Betriebsrat zu informieren von Würzburg aus der Betrieb stillgelegt worden.

Zu dem überraschenden Insolvenzantrag kam es offenbar aufgrund von vertraglich vereinbarten Zahlungsverpflichtungen zwischen den beiden Unternehmen, die erst im April fusioniert hatten (Deutscher Drucker berichtete). Laut Aussage von Firmensprecherin Friederike Sauerbrey habe das verbundene Unternehmen Himmer AG der Phoenix Print „eine Summe von 1,65 Millionen Euro rechtswidrig entzogen“. Diese Mittel seien nachweislich an die Himmer AG geflossen. Über die Verwendung der Mittel lägen Phoenix Print „keine Erkenntnisse vor“. Trotz Aufforderung habe die Himmer AG die von ihr vereinnahmten Mittel nicht an Phoenix Print ausgezahlt. Aus diesem Grund habe Phoenix Print in Würzburg die Löhne und Gehälter am Augsburger Standort zum 31. Juli nicht mehr zahlen können.

Gegenüber Deutscher Drucker  erklärte die Unternehmenssprecherin, dass Marcus Fischer inzwischen nicht mehr in der Geschäftsführung tätig ist und die Mitarbeiter in Augsburg freigestellt wurden. Die Schwestergesellschaft in Würzburg sei von dem Insolvenzantrag nicht betroffen. Die Geschäftsführer von Phoenix Print, Ronald Hof und Ramona Weiß-Weber, würden ungeachtet des "unerwarteten Rückschlags und ihrer persönlichen Enttäuschung" positiv in die Zukunft des Unternehmens blicken. Der Betrieb in Würzburg hatte erst vor wenigen Tagen den Ausbau der Buchproduktion für rund 2,5 Mio. Euro bekannt gegeben, wie Deutscher Drucker  berichtete.

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Leserkommentare (6)

Heiko Mehling | Donnerstag, 01. Oktober 2015 09:56:02

Die Würzburger Sicht der Dinge

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, dem offenen Brief der Augsburger Belegschaft meine Sicht der Dinge entgegenzusetzen. Es ist einfach zuviel enthalten, das meiner Meinung nach nicht ohne Widerspruch bleiben darf.

Ich bin eine der Heuschrecken, die über die Himmer AG hergefallen ist. Wir sind, und das ist richtig, noch vor der Fusion mit der Aufgabe nach Augsburg gereist, die, zugegeben auf die bisherigen Bedürfnisse zugeschnittene und bis dato ausreichende, Softwarelösung durch unsere Branchensoftware zu ersetzen und die Mitarbeiter zu schulen. Die Himmer-Eigenentwicklung eignete sich, einen reinen Druckauftrag abzubilden. Sie war jedoch gänzlich ungeeignet, die komplexen Anforderungen eines vollstufigen Produktionsbetriebs bis hin zur Auslieferung des fertigen Buchs, inklusive Kostenkalkulation, Angebotswesen, Lagerbestandsführung und Fertigungssteuerung zu erfüllen. Sprich, es war überhaupt nicht möglich, da ein Buchbindermodul schlicht nicht existierte.

Die Produktionskette der Himmer AG endete mit der Lieferung von Planobogen an eine externe Buchbinderei. Also war es natürlich naheliegend und von großer Bedeutung, die Würzburger Branchensoftware bei unseren neuen Kollegen zu installieren und zwar so schnell wie möglich. Sollten die Augsburger Mitarbeiter doch baldmöglichst in die Lage versetzt werden, Aufträge anzulegen, unabhängig davon, ob diese nun in Würzburg oder in Augsburg gedruckt und gebunden werden. Der Vorwurf heuschreckenartig eingefallen zu sein, empfinde ich als vollkommen ungerechtfertigt. Würzburg hat mit einem großen Aufwand personell wie finanziell die Kollegen bei der Einarbeitung bestmöglich unterstützt. Wir wurden damals mit der Aufgabe betraut. Das Projekt war ursprünglich auf drei Wochen ausgelegt. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass der Schulungsaufwand weit größer ist. Also wurden aus drei Wochen schnell drei Monate, die meine Kollegen und ich dort verbracht haben. Den erheblichen Spesenaufwand hierfür kann man sich leicht ausrechnen. Wie töricht da der Vorwurf wirkt, wir hätten es nur auf den schnellsten Zugang zu den dortigen Daten abgesehen, leuchtet hoffentlich jedem ein.

Die Behauptung, die eingeführte Branchensoftware wäre ein "fauler Kompromiss", eine wirtschaftliche Arbeitsweise wäre nicht möglich gewesen, ist ebenfalls falsch. Richtig ist, dass man in Augsburg in Ermangelung an passenden Aufträgen, die die XXL-Maschine hätte wirtschaftlich auslasten können, dazu übergegangen ist, mehrere Aufträge in Sammelformen zu drucken. Wir Würzburger haben diese Arbeitsweise von Anbeginn an stark kritisiert, die vielleicht als "reine" Druckerei ihren Sinn machte, in der Gesamtbetrachtung aller Arbeitsschritte, also auch der Weiterverarbeitung, in einer Großbuchbinderei jedoch enorme Fehlerrisiken und Mehraufwände verursacht. Somit wäre in direkter Zusammenarbeit mit Würzburg die vermeintliche Einsparung im Druck sehr schnell relativiert.

Wir wurden von Seiten der Würzburger Geschäftsführung weder in irgendeiner Weise unter Druck gesetzt, noch wurde eine zeitliche Vorgabe gemacht. Man hat es ganz im Gegenteil uns überlassen zu bestimmen, wann die Kollegen sicher im Umgang mit der neuen Software sind und wir das Projekt als erfolgreich abgeschlossen betrachten können. Aus meiner ganz persönlichen Sicht kann ich behaupten, dass wir niemals den Eindruck erwecken wollten, die Himmerburg feindlich einnehmen zu wollen. Im Gegenteil. Wir begegneten den Kollegen auf Augenhöhe, mit Respekt und Anerkennung für deren Erfahrung und Können. Denn eines möchte ich ganz deutlich festhalten: die Mannschaft war ganz hervorragend. Sowohl menschlich als auch fachlich.

Fakt ist, die Himmer AG ist freiwillig in die "Ehe" mit Stürtz gegangen. Niemand zwang sie dort hinein. Außer natürlich die wirtschaftlichen Verhältnisse. Stand die Himmer AG, ähnlich wie Stürtz 2013, doch mit dem Rücken zur Wand. Löhne und Gehälter wurden gesplittet über den Monat verteilt gezahlt. Die Fusion kam der Augsburger Geschäftsführung da ganz sicher sehr entgegen, handelte man dort bis dahin meiner Meinung nach teilweise am Rande der Insolvenzverschleppung. Uns Würzburger leuchtete die Fusion ebenfalls als außerordentliche Chance ein, den Markt mit einer noch viel größeren Vielfalt zu bedienen. Der Maschinenpark ergänzte sich ganz hervorragend. Nebenbei bemerkt, hatte und hat es Phoenix Würzburg keinesfalls nötig, per "Leichenfledderei" seinen Maschinenpark zu erneuern. Die im Bogenoffset laufenden Maschinen, sowohl die beiden 7er als auch der 3B-Bereich befindet sich auf Höhe der Zeit und arbeiten zuverlässig.

Der offene Brief hat durchaus Berechtigung. Nur er richtet sich im Vorwurf an die falsche Adresse. Denn man darf eines nicht vergessen: diese Eskalation bewirkte einen katastrophalen Vertrauensverlust bei Kunden und Lieferanten. Und es ist seit Wochen unsere Hauptaufgabe, den Markt zu beruhigen und neues Vertrauen aufzubauen. Für Würzburg als weiterhin zuverlässigen Partner zu werben. Nach der spektakulären Fusion im Mai, verbunden mit der Aufgabe der Traditionsnamen Stürtz und Himmer – eine groß angelegte Marketingaktion – war dies der größte anzunehmende "Unfall". Eine derartiges Risiko, Vertrauensverlust, Unruhe bei Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern nimmt niemand freiwillig in Kauf. Wie sich dieser "Unfall" wirtschaftlich auf Würzburg auswirkt, kann momentan noch nicht einmal annähernd eingeschätzt werden. Auch wir Würzburger bangen geschlossen um unsere Arbeitsplätze.

Der Gedanke, dieses ganze Szenario vorsätzlich begangen zu haben, wirkt schlicht albern; vor dem Hintergrund des enormen Aufwands an Schulungsaktivitäten, der mutigen Aufgabe des Namens Stürtz – man hätte diese Fusion schließlich auch ohne Umbenennung unter dem Dach der Holding verwirklichen können – und sämtlichen oben beschriebenen Konsequenzen.

Die verständliche Enttäuschung, und die berechtigte Wut über den Arbeitsplatzverlust in Augsburg sollte sich vielmehr an die ehemalige Führungsriege, sprich die Geschäftsführung, aber auch an die damaligen leitenden Angestellten richten. Die Aktivitäten dieser Herrschaften hat diese Katastrophe ausgelöst. Sie haben ca. 70 Arbeitsplätze auf dem Gewissen und 320 weitere in höchste Gefahr gebracht.

Soviel dazu.

33 Mitarbeiter der Phoenix Print Augsburg | Donnerstag, 17. September 2015 12:36:02

Phoenix Print Augsburg Mitarbeiterkommentar

PHOENIX? VIEL NIX!
Die Augsburger Belegschaft meldet sich zu Wort.

Nach all den Vorkommnissen im Zusammenhang mit der aus unserer Sicht unberechtigten Insolvenz des Augsburger Teiles der Phoenix Print GmbH, melden wir uns nun als Belegschaft zu Wort, um diese Farce aus unserer Perspektive zu beleuchten.

Ende April diesen Jahres wurde uns Himmer-Mitarbeitern berichtet, dass sowohl wir als auch die damalige Stürtz GmbH wirtschaftliche Probleme hätten und durch einen Zusammenschluss beider Unternehmen unsere Chancen auf dem Markt wachsen würden.
Schon damals wurde angesprochen, dass wir Augsburger wohl nur als „Organspender“ für Würzburg fungieren sollen, was allerdings vehement verneint wurde.
Bereits vor dem offiziellen Zusammenschluss sind die Würzburger in Augsburg eingefallen wie ein Heuschreckenschwarm, um möglichst schnell Datenerfassungssysteme zu installieren, an die sich Augsburg in Rekordgeschwindigkeit anpasste. Würzburg konnte so auf all unsere Daten zugreifen. Dies neue Datenerfassungsprogramm, das Würzburg schon länger nutzt, wie wir erfahren haben, lässt allerdings keine wirklich wirtschaftliche Arbeitsweise zu, wie wir es vorher kannten. Nahezu jeder Schritt, von der Erfassung bis zum Versand, erforderte enormen Mehraufwand. Da wir aber eine gemeinsame Zukunft mit Würzburg anstrebten, gingen wir diesen inzwischen faulen Kompromiss ein.
Kaum war diese Anpassung abgeschlossen, Würzburg hat Zugriff auf alle unsere Datenstämme und Kundendaten, werden wir in die Insolvenz geschickt.
Liegt da der Verdacht nicht nahe, dass Würzburg dieses Vorgehen lange im Voraus geplant hat? Zumindest ist das unser Eindruck.

Für uns kam diese Insolvenz überraschend, ungerechtfertigt und absolut nicht nachvollziehbar zustande.
Am Nachmittag des 3.8.2015 wurde, ohne Vorwarnung des Betriebsrats, eine außerordentliche Betriebsversammlung einberufen, in der uns von Herrn Ronald Hof mitgeteilt wurde, dass er gezwungen sei für Augsburg Insolvenz anzumelden, weil angeblich eine größere Summe Geld nicht von der Himmer AG an Phoenix Print Würzburg geflossen sei.

Der Augsburger Belegschaft wurde verschwiegen, dass Herr Hof, Geschäftsführer von Würzburg, unseren ehemaligen Geschäftsführer, Herrn Marcus Fischer, als Geschäftsführer abgesetzt hat. Uns präsentierte sich Herr Hof bedrückt über diese Insolvenz, allerdings konnte er nicht überzeugen, denn er hatte schon mehrere LKWs bestellt, die noch am selben Tag unser Lager räumen sollten. Glücklicherweise konnte das verhindert werden. Im Falle einer Insolvenz entscheidet der Insolvenzverwalter, was das Lager verlassen darf. Der eigentliche Antrag auf Insolvenz wurde dann auch erst am 4.8.2015 gestellt. Dennoch stand die Firma eine ganze Woche lang still, denn alle Mitarbeiter wurden mit sofortiger Wirkung freigestellt, die Datenleitungen nach Würzburg gekappt, E-Mail-Adressen und Mobilfunkgeräte gesperrt und somit das Arbeiten unmöglich gemacht.
Schließlich wurde eine unserer Meinung nach sehr eigenartige Lösung gefunden, die es Augsburg möglich machte vorerst weiterproduzieren zu können. Bedingung war, dass einige Mitarbeiter der Sachbearbeitung, Kalkulation, Buchhaltung und sogar der Prokurist freigestellt werden. Alle, die also zur Aufklärung des angeblich verschwundenen Geldes hätten beitragen können, wird das Arbeiten untersagt.
All das gipfelte am 31.8.2015 nun in einem Vorkommnis, das jeder Beschreibung spottet.
Herr Hof stand selbst um die Mittagszeit mit der Bohrmaschine an der verschlossenen Tür des Serverraums in Augsburg und versuchte die Tür gewaltsam zu öffnen. Im Schlepptau hatte er einen Mitarbeiter, der scheinbar auch in Würzburg für Daten und Netzwerke verantwortlich ist. Hofs Vorhaben, von dem er zuerst behauptete, es wäre vom Insolvenzverwalter genehmigt, wurde durch das beherzte Eingreifen einiger Kollegen aus Augsburg vereitelt.
Sofort wurde die Polizei gerufen, die die Sachbeschädigung zur Kenntnis nahm. Das Gebäude, in dem in Augsburg gedruckt wird, mietet Phoenix Print von der Himmer AG.
Das beschädigte Schloss der Tür zum Serverraum musste von einem Schlüsseldienst ersetzt werden. Der Schlüssel ist nun in der Obhut eines Insolvenzverwalters.

Nach diesen ganzen „Angriffen“ auf uns „Himmerlinge“ fragen wir uns, ob das Ganze nicht geplant war? Verkauft sich denn ein wirtschaftlich nicht besonders gut gestelltes Unternehmen wie Phoenix Print Würzburg innerhalb von wenigen Tagen? Wir meinen NEIN!

Bei der letzten Betriebsversammlung am 15.9.2015 antwortete Herr Hof auf die Frage, ob er denn etwas unternommen hätte um den Standort Augsburg zu sichern mit einem klaren Nein.
Er habe geplant mit unseren Maschinen seinen Maschinenpark zu erneuern.
Auch dieses Vorhaben wird hoffentlich scheitern.


Abschließend möchten wir erwähnen, dass wir in Augsburg ein perfekt aufeinander eingespieltes Team sind, das über Jahre und Jahrzehnte zusammengewachsen ist.
Wir sind weiterhin bereit und hoch motiviert für unsere Kunden in gewohnter Qualität zu produzieren und bitten als Belegschaft darum uns auch in der Zukunft Vertrauen zu schenken.

Ute Klugemann | Freitag, 14. August 2015 09:46:03

Die Wahrheit

http://www.stadtzeitung.de/nachrichten/augsburg/Phoenix-Print-Obskure-Pleite-einer-Druckerei;art478,17562

Jürgen Zimmer | Donnerstag, 06. August 2015 08:46:02

Phönix Print Augsburg

Es war nur eine Frage der Zeit wann Himmer insolvent geht. Zahlungskonditionen weit jenseits des zumutbaren, Angebote knapp über dem Materialpreis, dazu noch eine Reihe von strategischen Fehlern, das Resultat kommt nicht überraschend.
Die beschriebenen Umstände lassen allerdings aufhorchen. Es wird interessant in der Steinernen Furt 95.

Andreas Ludwig | Mittwoch, 05. August 2015 14:56:02

Insolvenz Himmer Phoenix

Tja Herr Dr. Selling,
Ihren Worten kann man etwas abgewinnen. Ich kann mich an Zeiten erinnern, da kamen Phrasen aus dem Automat Aquarna, da hätte man weg laufen können. Auch der hatte eine komische Sichtweise der Dinge. Der Fachmann staunte und der Laie hat sich gewundert. Und die Fachpresse jubelte. Andere gute Unternehmen gingen mit über die Wupper. Es sollen auch schon Verbandsoberfunktionäre mit der Ehrennadel auf der Brust und schlauen Sprüchen pleite gegangen sein.
Grüsse aus Mörlenbach


Dr. Andreas Selling | Mittwoch, 05. August 2015 12:26:02

Bauchlandung für den der Asche entstiegenenen Phönix

Diese Machenschaften - und wenn man den Text liest, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier dubiose Machenschaften im Spiel sind - sind ein vorläufiger trauriger Höhepunkt dessen, was in unserer Branche so los ist. Im März verkünden zwei Unternehmen vollmundig, "auf der Zielgeraden zur Umsetzung einer horizontalen Fusion among equals" zu sein und sprechen von "der Stabilisierung und dem Ausbau von Marktpräsenz und Schlagkraft in den Zielmärkten". Ende April wird fusioniert, und bei der Gelegenheit werden umfangreiche Investitionen in den Digitaldruck angekündigt. Salbungsvoll wird eine große gemeinsame Zukunft beschworen: "Dieses Morgen liegt in einem innovativen, hochmodern ausgestatteten und somit höchst beweglichen, flexiblen Druck- und Medienunternehmen für die Kernzielgruppen Verlage, Industrie und Handel" (http://backup.stuertz.de/aktuelles/stuertz-himmer/). Mitte Juli darf print.de über eine 2,5-Mio.-Investition in eine neue Buchstraße berichten. Und nun lesen wir von einer Nacht-und-Nebel-Insolvenz, die mehr als einen faden Beigeschmack hinterlässt. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten bleibt Manches und Mancher auf der Strecke. Anstand, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit (gegenüber Mitarbeitern, Lieferanten, Partner), kurz: der "ehrbare Kaufmann", scheinen dazu zu gehören.

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