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Phoenix Print GmbH: Investor für Würzburg gefunden

Verkauf des insolventen Unternehmens erfolgreich – Sanierungsplan wird umgesetzt
 

Phoenix Print Würzburg (vormals Stürtz GmbH) verfügt über einen umfangreichen Maschinenpark. 

Nun ist es soweit: Die Verhandlungen zur Übernahme der angeschlagenen Phoenix Print GmbH (Würzburg) durch einen Investor haben zu einer wirtschaftlichen Einigung geführt. Es sei zu erwarten, dass die Verträge bis zum Ende dieser Woche beurkundet werden, wie Schultze & Braun, eine auf Rechts- und Steuerberatung sowie Wirtschaftsprüfung, Sanierungsberatung und Insolvenzverwaltung spezialisierte Unternehmensberatung (Hauptsitz Achern/Baden), der Presse gegenüber zum Ausdruck brachte.

Seit dem 1. Dezember 2015 durchlief der Druckdienstleister Phoenix Print ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung. Der vom Gericht bestellte Sachwalter Matthias Reinel, HWR Rechtsanwälte Würzburg, sowie Sanierungsexperten von Schultze & Braun haben in knapp drei Monaten den Verkauf des Unternehmens vorangebracht. Zusammen mit der Unternehmensberatung K + H Business Partner, Hamburg, unter der Leitung von Uwe Köstens, wurde parallel zum Verkaufsprozess ein nachhaltiger Sanierungsplan entwickelt und dessen Umsetzung gestartet.

Das bedeutet, dass der Investor dem Unternehmen für zukünftige Investitionen nicht nur neue Liquidität zuführen wird, wie es vonseiten Schultze & Braun weiter heißt. Er werde die aktuelle Geschäftsleitung auch durch aktives Restrukturierungsmanagement und weitere operative Industrieexperten in strategischer Hinsicht unterstützen, damit sich das Unternehmen mit verbesserter Wertschöpfung neu am Markt positionieren könne.

Was Phoenix Print angeht, haben sich die Ereignisse in den zurückliegenden Monaten geradezu überschlagen. Zur Verdeutlichung der Situation hier eine Chronologie der wichtigen Fakten: Die Phoenix Print GmbH war im April 2015 durch eine horizontale Fusion „among equals“ zwischen der Stürtz GmbH (Würzburg, Rollenoffsetrdruck, Geschäftsführer Ronald Hof) und der Himmer AG (Augsburg, Bogenoffsetdruck, Geschäftsführer Marcus Fischer) entstanden. Anfang August stellte die Phoenix Print Augsburg GmbH beim Amtsgericht Augsburg Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Wochen später löste sich Phoenix Print Würzburg vollständig von dem insolventen Schwesterbetrieb Phoenix Print Augsburg. Auch die Würzburger Phoenix Print stellte am 29. September 2015 beim Amtsgericht Würzburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Geschäftsführer Ronald Hof legte sein Amt nieder.

Neue Geschäftsführerin in Würzburg wurde Ramona Weiß-Weber. Mitte Oktober 2015 kam die Nachricht, dass bei Phoenix Print Augsburg bereits im September 2015 der Betrieb eingestellt und allen 80 Mitarbeitern gekündigt worden sei. Inzwischen gibt es am selben Standort in Augsburg wieder eine Himmer GmbH Druckerei & Verlag, deren Geschäftsführer Marcus Fischer ist.

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