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Phoenix Print: In Augsburg wird wieder gedruckt

Holding vergibt Druckaufträge an insolvente Schwestergesellschaft
 

Bei Phoenix Print in Augsburg wird seit heute wieder gearbeitet. (Foto: Phoenix Print GmbH)

Nachdem der Betrieb bei Phoenix Print in Augsburg vorige Woche im Zuge des Antrags auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens kurzerhand stillgelegt worden war, sollen die Druckmaschinen ab heute wieder laufen. Darauf haben sich der Insolvenzverwalter und die Geschäftsleitung der Holding verständigt. Auch der ehemalige Himmer-Geschäftsführer Marcus Fischer hat sich indes zu Wort gemeldet.

Ronald Hof, Holding-Vorstand und Phoenix Print GmbH Geschäftsführer, sprach von konstruktiven, zielorientierten Gesprächen mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Christian Plail. Man habe sich über die Vergabe von Druckaufträgen an die Phoenix Print Augsburg GmbH verständigt. Demnach kauft der Würzburger Betrieb ab dem 10. August 2015 Bogendruck-Produktionskapazitäten in Augsburg ein. Die Bearbeitung der Druckaufträge aus Würzburg im Drei-Schicht-Betrieb sei zugesichert worden. Kundenbetreuung, Angebotserstellung, Kalkulation, Auftragsmanagement sowie die Disposition der Aufträge sollen in Würzburg erfolgen. Ronald Hof sei sehr froh, dass aus der "unerwarteten Entwicklung in Augsburg resultierende Kapazitätsengpässe erst gar nicht entstünden", heißt es aus dem Unternehmen.

Indes sprachen Marcus Fischer, ehemaliger Geschäftsführer der Phoenix Print Augsburg, und Himmer-Vorstand Hannes Eisele gegenüber der „Augsburger Allgemeine“ von einer "willkürlichen Einleitung" des Insolvenzverfahrens. Wie es heißt, seien rechtliche Schritte gegen die Phoenix Print in Würzburg unternommen worden. Somit werden sich wohl nun die Rechtsanwälte mit den Vorgängen um die angeblich nicht erfüllten Zahlungsvereinbarungen zwischen den fusionierten Unternehmen beschäftigen.

Wie Deutscher Drucker  berichtete, hat die Phoenix Print Augsburg GmbH am 4. August beim Amtsgericht Augsburg Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. In diesem Zuge legte die Unternehmensleitung in Würzburg den Betrieb in Augsburg still und stellte die 80 dort beschäftigten Mitarbeiter frei. Nicht eingehaltene, vertraglich vereinbarte Zahlungsverpflichtungen zwischen den beiden Unternehmen, die erst im April fusioniert hatten, sollen den Insolvenzantrag nach sich gezogen haben.

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