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Phoenix Print Würzburg: Weiterführung in Sicht?

Gläubiger geben grünes Licht für eine Fortsetzung der Eigenverwaltung
 

Blick in die Bereiche Druckweiterverarbeitung/Versand bei Phoenix Print Würzburg (vormals Stürtz GmbH). 

Phoenix Print Augsburg ist geschlossen. Aber für den insolventen Druckdienstleister Phoenix Print in Würzburg liegen zwei Angebote für eine Weiterführung durch Interessenten vor. Das meldet die Kanzlei Schultze & Braun, die die Würzburger Druckerei mit 52 Mio. Euro Umsatz und 265 Mitarbeitern durch ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung begleitet, ganz aktuell. „Die Angebote sollen nun weiter verhandelt und der Verkaufsprozess zeitnah abgeschlossen werden“, so Andreas Elsäßer von Schultze & Braun im Rahmen der gestrigen Gläubigerversammlung.

Wie weiter berichtet wird, gaben die Gläubiger in der Versammlung außerdem grünes Licht für eine Fortsetzung der Eigenverwaltung. „Das Unternehmen ist in allen Geschäftsbereichen voll handlungsfähig und wird vollumfänglich fortgeführt. Unser Ziel bleibt es unverändert, Phoenix Print wieder in die Lage zu versetzen, seine unternehmerische Zukunft aus eigener Kraft zu gestalten“, erklärt Geschäftsführerin Ramona Weiß-Weber. „Dafür soll der zügige Abschluss der weiteren Verhandlungen mit den Interessenten die Grundlage schaffen.“

Zur Erinnerung: Nach dem Scheitern der Fusion mit der Himmer AG (Augsburg, print.de berichtete) zur Phoenix Print GmbH wird das Würzburger Unternehmen (ehemals Stürtz GmbH) einer umfassenden Sanierung unterzogen. Die Firma hatte am 29. September 2015 beim Amtsgericht Würzburg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Geschäftsführer Ronald Hof hat indes sein Amt niedergelegt. Beim Augsburger Schwesterbetrieb wurde der Geschäftsbetrieb eingestellt.

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Leserkommentare (2)

Jürgen Zimmer | Montag, 08. Februar 2016 12:46:03

Phönix Print Würzburg Weiterführung in Sicht

Eine Weiterführung des Geschäftsbetriebes wird wohl auf kurz oder lang in der hoffentlich letzten Insolvenz münden. Die Stammkunden werden mit einer Anhebung der Preise nicht einverstanden sein. Es schadet den solide wirtschaftenden Marktbegleitern wenn sich ein Unternehmen wiederholt per Insolvenz von Verbindlichkeiten befreit. Ich glaube den Erfindern des Insolvenzrecht schwebte etwas anderes vor.

Oliver Papp | Freitag, 05. Februar 2016 14:26:02

Es bleibt spannend

Den Mitarbeitern ist von Herzen zu wünschen, dass die Neuausrichtung des Unternehmens gelingt und sie Ihre Arbeitsplätze behalten. Sofern sich jedoch nichts Grundlegendes ändert und man weitermacht wie zuvor, können wir auf Insolvenz Nr. 3 warten. Insbesondere wenn weiterhin mit derart ruinösen Preisen am Markt agiert wird. Ich persönlich habe da noch so meine Zweifel...

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