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Phoenix Print heißt wieder Stürtz

Nach Übernahme durch die Solvesta AG ist die Sanierung von Phoenix Print in Würzburg abgeschlossen – das Unternehmen firmiert erneut um
 

Ramona Weiß-Weber ist Geschäftsführerin der Phoenix Print Würzburg, jetzt wieder Stürtz.

Der vormals als Stürtz firmierende Würzburger Druckdienstleister Phoenix Print hat die Insolvenz in Eigenverwaltung abgeschlossen, wie die Stürtz GmbH aktuell meldet. Die unter Geschäftsführerin Ramona Weiß-Weber mit der HWR Insolvenzverwaltung, der Kanzlei Schultze & Braun sowie der Unternehmensberatung K&H Business Partner durchgeführte Sanierung gelang aufgrund der Kompromissbereitschaft von Gläubigern und Belegschaft und findet mit dem Engagement der Solvesta AG ihr Ende, so Stürtz weiter. „Als Zeichen des Neuanfangs erhält das Traditionshaus seinen altbekannten Namen Stürtz zurück“, betont Ramona Weiß-Weber.

Nachdem die Gläubigerversammlung entschieden hatte, das Übernahmeangebot der Solvesta AG anzunehmen, gibt es nun Klarheit: Die Phoenix Print GmbH, als Druckerei Stürtz bekannt und seit 1830 ununterbrochen tätig, ist von der Solvesta AG aus München mit Wirkung 15. März 2016 übernommen worden und produziert weiter.

Die auf hochwertigen Bücherdruck spezialisierte Würzburger Druckerei produziere jährlich 60 Mio rückstichgeheftete Magazine, Softcover- und Hardcover-Bücher, so Weiß-Weber weiter.

Nach der Insolvenz von Phoenix Print Augsburg im August 2015 hatte es zunächst so ausgesehen, als könnte Phoenix Print Würzburg aus eigener Kraft weitermachen, musste aber Ende September 2015 wegen Liquiditätsproblemen ebenfalls Insolvenz anmelden.

„Für über 240 Mitarbeiter, inklusive aller Auszubildenden, ist es gelungen, eine solide Basis für die weitere Entwicklung des Unternehmens zu schaffen und Stürtz zukunftsfähig aufzustellen“, so Weiß-Weber. Der erforderliche Stellenabbau konnte nach den Worten der Geschäftsführerin „sozialverträglich über eine Transfergesellschaft realisiert werden.“ So bleibt auch ein wichtiger Beitrag zur Ausbildung von Fachkräften in der Region erhalten: um die 15 junge Menschen werden jedes Jahr in der Druckerei ausgebildet.

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Leserkommentare (3)

HK | Dienstag, 10. Mai 2016 16:56:03

Stammkapital ?

Das Impressum der Stürtz-Website weist eine Firma Solvesta Vorrat 8 (Acht) UG (haftungsbeschränkt) als Inhaber aus. Diese "Firma" hat laut Registereintragung vom 11.12.2015 ein Stammkapital von schwindelerregenden 2.000,- EUR. Die 2 neuen Geschäftsführer Thomas Heininger und Bernhard Schretzmaier sind gleichzeitig Führungskraft bzw. Geschäftsführer bei Kastner + Callwey in 85661 Forstinning. Damit wäre wohl manches gesagt... und manches nicht.

Frank Y. | Freitag, 15. April 2016 13:56:10

Stürtz

Heißt dann Twix auch wieder Raider?
Was man mit Heuschrecken alles machen kann...

Michael Dömer | Freitag, 15. April 2016 13:56:08

Stürtz

Es wäre erfreulich, wenn auch die Fachpresse ermuntert und von Lesern und Inserenten unterstützt würde, solche Pressemitteilungen nicht einfach zu übernehmen sondern auch kritisch zu würdigen. Erstaunlich ist ja, dass das Unternehmen sich auch noch damit brüstet, statt eher schweigsam zu sein. Das ganze hat ja nichts mit kompetenter solider und vor allem nichts mit marktwirtschaftlich unternehmerischem Vorgehen zu tun. Auch wenn hoffentlich alles juristisch in Ordnung ist, so zeigt dieses Beispiel, das etwas mit unserem System nicht mehr stimmt. Es gibt viele Verlierer, jetzt und im zukünftigen Wettbewerb mit denjenigen, die ihre Schulden bezahlen.Ein Verlierer ist auch das Vertrauen in den Markt.

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