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Prinovis: Beschäftigte streiken gegen Stellenabbau

Rund 100 Beschäftigte haben am 27. und 28. Juli die Arbeit niedergelegt

Rund 100 Beschäftigte von Prinovis haben gegen einen geplanten Stellenabbau am 27. und 28. Juli gestreikt.

Rund 100 Beschäftigte der Tiefdruckerei Prinovis in Nürnberg haben nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am 27. und 28. Juli bei einem zweitägigen Warnstreik die Arbeit niedergelegt. Sie streikten gegen den geplanten
Abbau von bis zu 140 Arbeitsplätzen sowie für einen Sozialtarifvertrag und einen Anerkennungstarifvertrag, "der die tariflichen Regelungen der Branche abbildet" – so der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft (Verdi), Frank Werneke.

Laut Verdi will Prinovis, ein Gemeinschaftsunternehmen von Bertelsmann, Gruner + Jahr und Axel Springer, in Nürnberg bis zu 140 der rund 800 Arbeitsplätze abbauen. Bereits zu Jahresanfang habe Prinovis den
Beschäftigten zum zweiten Mal neue Verträge mit Einschnitten bei Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie zu drei Wochenstunden unbezahlter Mehrarbeit im Gegenzug für eine Beschäftigungsgarantie bis 2015 vorgelegt. Rund 200 Mitarbeiter unterzeichneten die verträge nicht. Verdi wirft nun der Geschäftsführung von Prinovis vor, den Stellenabbau ausschließlich in dieser Gruppe auszuführen.
Mit der Forderung nach einem Sozialtarifvertrag sollen die drohenden Folgen durch die angekündigten Entlassungen begrenzt werden, gleichzeitig sollen in einem Anerkennungstarifvertrag die Standards der Flächentarifverträge in der Druckindustrie auch für Prinovis durchgesetzt werden.

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