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Prinovis will den Standort Darmstadt zum Jahresende schließen

CEO Krauss: Nur vermeidbar, wenn in Darmstadt jährlich 11 Mio. Euro eingespart würden

Mit Wirkung zum Jahresende 2008 plant Prinovis seine Druckerei in Darmstadt zu schließen. Abwendbar wäre die Schließung – so das Unternehmen – , wenn es gelänge, bei Prinovis Darmstadt eine Kostensenkung von mindestens 11 Mio. Euro jährlich zu erreichen.
»Wir werden versuchen, die Konsequenzen für die 296 vom Arbeitsplatzverlust betroffenen Mitarbeiter möglichst gering zu halten und bieten jedem, der bereit ist umzuziehen, an einem anderen inländischen Standort von Prinovis einen alternativen Arbeitsplatz zu den örtlichen Bedingungen an. Die Kosten für Umzug, Makler und doppelte Haushaltsführung bis zum Umzug übernehmen wir selbstverständlich«, sagt Stephan Krauss, CEO von Prinovis.
Zusammen mit dem bereits früher beschlossenen Abbau von Kapazitäten an den beiden Nordstandorten Ahrensburg und Itzehoe reduziert Prinovis damit sein Kapazitätsangebot um bis zu 170 000 Tonnen pro Jahr.
»Mit der Schließung erreichen wir eine dringend notwendige Kosteneinsparung für Prinovis«, so Krauss. Hintergrund ist die anhaltend schwierige Lage im europäischen Tiefdruckmarkt, der von hohen Überkapazitäten, nachhaltigem Preisverfall und steigenden Kosten bei Energie und Rohstoffen gekennzeichnet ist.
Der Entscheidung ging, wie es heißt, eine mehrmonatige intensive Prüfung möglicher Alternativen voraus. »Nach Abwägung aller Aspekte beabsichtigen wir die Schließung des Standortes Darmstadt, denn dieser hat aufgrund seiner Größe und seiner Infrastruktur keine Zukunftsperspektive«, so Krauss. Die beabsichtigte Schließung ist aus Sicht von Krauss wirtschaftlich ohne Alternative, denn ein Festhalten an fünf deutschen Standorten und die damit verbundenen Kostennachteile seien angesichts des anhaltenden Ergebnisverfalls für Prinovis nicht länger tragbar.

Prinovis Ltd. & Co. KG http://www.prinovis.com

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