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Print-64 ist erneut zahlungsunfähig

Geschäftsführer waren bereits zuvor ausgeschieden
Dr. Achim Ahrendt

Dr. Achim Ahrendt, vorläufiger Insolvenzverwalter der Print-64 Druckwerkstätten GmbH in Norderstedt

Die Bogenoffsetdruckerei Print-64 in Norderstedt bei Hamburg ist erneut zahlungsunfähig. Das Unternehmen, das seit dem 1. Januar 2010 unter Print-64 Druckwerkstätten GmbH firmiert und in Leipzig registriert ist, hat einen Insolvenzantrag gestellt.

Vom Amtsgericht Norderstedt wurde am 21. März 2011 der Hamburger Rechtsanwalt Dr. Achim Ahrendt (HWW Wienberg Wilhelm) als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt.

Die Produktion bei Print-64, wo derzeit laut Dr. Ahrendt knapp 60 Mitarbeiter tätig sind, läuft weiter. Die beiden seit 2005 amtierenden Geschäftsführer, Torsten Bastian und Dirk Bräuer, hatten bereits eineinhalb Wochen vor dem Insolvenzantrag gekündigt und das Unternehmen verlassen.

"Keine positive Fortführungsprognose" für Reprotechnik Beteiligungs-GmbH

Die Print-64 Druckwerkstätten GmbH gehört der Reprotechnik Beteiligungs-GmbH (RTB, Leipzig). Der Tätigkeitsschwerpunkt der RT-Gruppe liegt im Reprografiebereich. RTB hatte das Unternehmen Print-64 und dessen Assets, nicht aber die Immobilie, aus einer ersten Insolvenz im Jahr 2009 heraus erworben.

Die RT-Gruppe wiederum gehört mehrheitlich der börsennotierten Private-Equity-Firma Heliad. Sie gab schon am 18. März 2011 in einer Ad-hoc-Meldung bekannt, dass sich für die RTB aufgrund der Print-64-Insolvenz „keine positive Fortführungsprognose ergibt“. Heliad wird die Vermögensgegenstände und Schulden der RTB zu Liquidationswerten ansetzen. Das Private-Equity-Unternehmen plant nach eigener Aussage „die Sanierung und Fortführung des profitablen Kerngeschäfts der RT-Gruppe“, also des Reprografie-Bereichs.

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