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Produktion eingestellt: Individualisierte Tageszeitung "Niiu" vor dem Aus

Konzept wird überarbeitet

"Niiu", die individualisierte Tageszeitung aus Berlin wird eingestellt. Das Geschäftsmodell soll nun überarbeitet werden.

Deutschlands erste individualisierte Tageszeitung "Niiu" wird nach gut einem Jahr vom Markt genommen. Laut dem Medien-Nachrichtendienst Meedia habe der Berliner Dienstleister Inter-Ti GmbH seine Kunden gestern darüber informiert, dass die Produktion vorerst eingestellt werde. Auf der Internetseite von "Niiu" heißt es, man werde spätestens im Sommer in neuer Form wieder verfügbar sein. Bis dahin soll das Geschäftsmodell überarbeitet und nach Geldgebern gesucht werden.

Die individualisierten Tageszeitung "Niiu" habe – so heißt es in dem Schreiben an die Kunden – die avisierten 5.000 zahlenden Leser nicht erreicht, die nötig gewesen wären, um das Produkt kostendeckend zu produzieren und zu vertreiben. Mit der Überarbeitung des Geschäftsmodells möchte man nun versuche, "Niiu noch attraktiver zu machen". Weiter heißt es, man wolle sich künftig mehr auf das B2B-Geschäft konzentrieren und individuelle Zeitungen beispielsweise für Hotels oder in der Gastronomie anbieten. Außerdem werde, so Meedia, daran gearbeitet, individuelle Tageszeitungen auch auf elektronische Endgeräte wie das iPad zu bringen. Des teuren Vertriebes wegen sei die gedruckte Variante der "Niiu" jedoch zunächst nicht mehr leisten.

"Niiu" ist eine Idee von Hendrik Tiedemann und Wanja Sören Oberhof aus Berlin. Dank der Kooperation mit 18 nationalen und internationalen Tageszeitungen, sowie mit diversen Internportalen, konnten sich die Abonnenten ihre ganz eigene Tageszeitung zusammenstellen. So war es möglich, politische Nachrichten aus dem Tagesspiegel, die Wirtschaft vom Handelsblatt, die Meinungsseite von der New York Times, die Kultur von der TAZ und regionale Nachrichten oder den Sportteil auch gleich mehreren Zeitungen miteinander zu kombinieren und in einer einzigen "Niiu" geliefert zu bekommen. Gedruckt wurde die "Niiu" bis Anfang Oktober 2010 auf einer Océ Jetstream 2200 bei RT Digitaldruck in Berlin-Tempelhof. Auf Grund der fehlenden Auflage, so Océ, wechselte die Produktion Mitte November jedoch auf eine Xeikon 8000 bei einem anderen Druckdienstleister.

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