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Protest gegen staatliche Beihilfe bei geplanter CPI-Übernahme

Buch-Prozent Hubert & Co. will sich an die EU-Kommission wenden
 
Dr. Andreas Selling

Dr. Andreas Selling will eine, durch eine französische staatliche Bank gestützte CPI-Übernahme nicht ohne Gegenwehr hinnehmen.

Die angekündigte Übernahme der CPI-Gruppe, nach eigenen Angaben Europas größter Buchhersteller, durch die Impala-Gruppe löst bei Wettbewerbern Proteste aus. So will sich das Göttinger Unternehmen Hubert & Co. mit einer Beschwerde an die EU-Kommission wenden, falls die Übernahme tatsächlich auf Grund der Unterstützung durch die staatliche französische Investitionsbank Bpifrance zustande kommt.

In einer Pressemitteilung schreibt Dr. Andreas Selling, Geschäftsführer von Hubert & Co., "zahlreiche deutsche und europäische Mitbewerber" würden die Übernahme "mit großer Skepsis" sehen. Insbesondere das Engagement von Bpifrance stoße auf Unmut. Dr. Selling: "Die im Jahr 2012 gegründete Staatsbank soll den französischen Mittelstand stärken und dort tätig werden, wo Privatbanken das Risiko zu groß ist. Laut den Worten ihres Vizepräsidenten ist Bpifrance eine 'geduldige' Bank im Dienste der Wirtschaft, die nicht an privatwirtschaftlichen Gewinnerwartungen gemessen werden möchte. Laut FAZ warfen Kritiker der Bank bei ihrer Gründung daher vor, dass die 'vor allem marode Unternehmen stützen könnte'".

Selling schreibt weiter, in den Augen vieler Beobachter würde dieses Engagement daher eine staatliche Beihilfe darstellen, die gegen die Gesetze der Europäischen Union verstoße. "Eine solche Beihilfe hätte vorher bei der europäischen Kommission beantragt werden müssen. Dies ist nicht geschehen".

Zahlreiche, insbesondere mittelständische Druckunternehmen würden sich nun gegen diese Wettbewerbsverzerrungen wehren: "Während kleinere Unternehmen jeden Euro, den sie investieren, vorher selbst verdienen müssen, wird hier ein Unternehmen auch mit Hilfe des französischen Staates in die Lage versetzt, seine Verbindlichkeiten zu reduzieren und 21 Mio. Euro in seine zukünftige Geschäftsentwicklung zu investieren."

Sollte es tatsächlich zu einem Engagement von Bpifrance kommen, will sich Hubert & Co mit einer Beschwerde an die Europäische Kommission wenden. Das Gleiche hätten, so Selling, bereits mehrere Kollegenbetriebe aus dem In- und Ausland angekündigt.

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Leserkommentare (3)

Udo Schäfer | Freitag, 09. August 2013 14:26:02

Beihilfe für BPI

Zum Kommentar G.Rich:

"Nein, wird Peugeot natürlich nicht machen. Die kennen nämlich den Unterschied zwischen Äpfeln und Birnen!"

Die Stellungnahme von Herrn Dr. A. Selling ist absolut richtig unter den aufgezeigten Gesichtspunkten. Da ist eine klare Absicht zur Eliminierung von Wettbewerbern gegeben und das mit staatlicher Unterstützung.

U.Schäfer

Dr. Andreas Selling | Freitag, 09. August 2013 14:26:02

CPI

Lieber Herr Rich,

Sie haben es leider nicht ganz verstanden: Qatar ist an Daimler "beteiligt", denn Qatar möchte mit dieser "Beteiligung" Geld verdienen. Dieses Interesse hat Bpifrance als staatliche Investitionsbank nicht: Sie möchte die (französische) Wirtschaft ankurbeln und nimmt dafür in Kauf, keine Rendite zu bekommen oder sogar Geld zu verlieren.

Und das, lieber Herr Rich, ist keine "Beteiligung", sondern Staatshilfe. Und die unterliegt nun einmal bestimmten Regularien, die die Europäische Kommission erstellt hat, und gegen die hier vielleicht (!) vetstoßen wurde. Und das darf überprüft werden!

G. Rich | Freitag, 09. August 2013 13:06:05

Protest gegen staatliche Beihilfe bei geplanter CPI-Übernahme



Was soll das ?
Qatar ist auch bei Daimler beteiligt.
Soll Peugeot auch Anklage erheben?

GR


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