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Raiffeisendruckerei gibt ihren Akzidenzbereich an Görres ab

Zufrieden mit der gefundenen Lösung: (v.l.n.r.) Klaus Morsch (Vorsitzender des Betriebsrates Raiffeisendruckerei), Dr. Manfred Biehal (Vorsitzender der Geschäftsführung Raiffeisendruckerei), Jürgen Schirra und Arnd Spitzlei (beide Geschäftsführer der Görres-Druckerei).

Die Raiffeisendruckerei GmbH (Neuwied) will sich zukünftig ganz auf ihr Geschäftsfeld „Kartensysteme“ konzentrieren. In seiner Sitzung am 10. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat der Raiffeisendruckerei beschlossen, Printleistungen zukünftig nicht mehr als strategische Kernkompetenz zu verfolgen und sich vom klassischen Akzidenzdruck zu trennen. Dieser Geschäftsbereich soll bis zum 1. April 2011 auf die Görres Druckerei und Verlag GmbH in Koblenz übertragen werden.

Dadurch ist eine drohende Schließung des Akzidenzdruck-Bereichs (print.de berichtete mehrfach) vom Tisch. „Durch den Zusammenschluss der Printleistungen der beiden Unternehmen erhalten wir Arbeitsplätze und sichern den Standort Neuwied“, sagte Dr. Manfred Biehal, Vorsitzender der Geschäftsführung der Raiffeisendruckerei.

Der Übergang des Geschäftsfeldes Print auf die Görres-Druckerei wird – wie es in einer Pressemitteilung heißt – von der Geschäftsführung und dem Betriebsrat der Raiffeisendruckerei gemeinsam getragen. Das Modell sieht einen Teilbetriebsübergang des kompletten Printbereiches der Raiffeisendruckerei vor. Rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und fünf Auszubildende werden von Görres übernommen. Durch den Zusammenschluss soll ein wettbewerbsfähiges Druckunternehmen mit einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 14 bis 16 Millionen Euro und ein Team von rund 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entstehen.

Der Deutsche Genossenschafts-Verlag eG (Wiesbaden) wird mit der zukünftigen Görres-Druckerei einen Kooperationsvertrag für die Erbringung von Druckleistungen für fünf Jahre schließen.Die neue Görres-Druckerei wird durch die Eingliederung eines Teils der Raiffeisendruckerei das größte Akzidenz-Druckunternehmen in der Region sein. „Wir werden die Maschinen der Raiffeisendruckerei übernehmen und auch am Standort in Neuwied produzieren. Einen entsprechenden Mietvertrag für eine Fläche von 5 000 Quadratmetern, zunächst für die Dauer von fünf Jahren, werden wir mit der Raiffeisendruckerei schließen“, führte Arnd Spitzlei, Geschäftsführer der Görres-Druckerei aus.

Ziel ist es nun, alle notwendigen Maßnahmen einzuleiten, so dass der Übergang zum 1. April 2011 vollzogen werden kann. Die Vorarbeiten hierfür wurden bereits geleistet: Die beiden Unternehmen haben am 8. Dezember 2010 einen „Letter of intent“ unterzeichnet. Auch mit der Planung der notwendigen Umbaumaßnahmen am Gebäude der Raiffeisendruckerei wurde bereits begonnen. Die zukünftige Görres-Druckerei wird an den Standorten Koblenz und Neuwied produzieren.

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