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Random House: Kartellamt gegen Übernahme von Ullstein Heyne List

Marktbeherrschende Stellung bei Taschenbüchern

Das Bundeskartellamt hält die Übernahme des Buchverlags Ullstein Heyne List durch die Bertelsmann-Tochter Random House nach einer vorläufigen Beurteilung für nicht genehmigungsfähig. In der angemeldeten Form führe die Übernahme zu einer marktbeherrschenden Stellung von Bertelsmann auf dem Markt für deutschsprachige Taschenbücher, teilte das Bundeskartellamt am Donnerstag mit. Der Gütersloher Konzern würde einen Marktanteil von fast 40 Prozent erlangen - mehr als doppelt so viel wie der nachfolgende Wettbewerber, die Verlagsgruppe Holtzbrinck. Der weltgrößte Buchverlag Random House teilte mit, die Bedenken des Kartellamts würden zur Kenntnis genommen, die Vorgehensweise aber abgelehnt. "Die statistischen Erhebungen des Kartellamts sind methodisch höchst fragwürdig", hieß es in der Mitteilung.
Die Abmahnung sei noch keine endgültige Entscheidung, betonte Kartellamtspräsident Ulf Böge. Die beteiligten Unternehmen könnten bis zum 5. Juni neue Argumente oder Vorschläge vorlegen. Die endgültige Entscheidung soll bis Ende Juni fallen. Random House bleibe zuversichtlich, das Bundeskartellamt doch noch zur Zustimmung ihrer Argumentation bewegen zu können, teilte die Verlagsgruppe mit. Zudem sei man entschlossen, die Streitfragen vom Gericht klären zu lassen.

Bertelsmann http://www.bertelsmann.de

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