Weiterempfehlen Drucken

Ricoh Deutschland kündigt Restrukturierung und Verschlankung an

Bis zum Ende des kommenden Geschäftsjahres sollen 484 Vollzeitstellen wegfallen
 

Ricoh Deutschland hat eine Restrukturierung und Verschlankung angekündigt. Im Bild: Niculae Cantuniar, CEO von Ricoh Deutschland.

Ricoh Deutschland hat eine umfassende Restrukturierung angekündigt. Auf Basis einer Analyse, die in den vergangenen Monaten durchgeführt wurde, soll die gesamte Organisation verschlankt werden. Insgesamt 484 Vollzeitstellen seien von den Restrukturierungsmaßnahmen betroffen, wie Ricoh erklärt. Die vorgeschlagenen Aktionen sollen schrittweise bis zum Ende des Geschäftsjahres 2017/2018 (1. April 2017 bis 21. März 2018) umgesetzt werden. Das Unternehmen möchte hierbei sozialverträglich vorgehen.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen seien Teil der bereits im November 2016 in einer Betriebsversammlung angekündigten Reorganisation sowie des mittelfristigen strategischen Geschäftsplans von Ricoh, der das Unternehmen in einem sich verändernden Marktumfeld langfristig wettbewerbsfähig machen und so Wachstum sichern soll.

Wie Ricoh Deutschland gegenüber print.de erklärte, reagiere das Unternehmen mit der Restrukturierung auf das schwierige Marktumfeld, in dem nicht nur der Wettbewerb mit anderen Herstellern, sondern auch der starke Yen auf der einen Seite und das schwache Pfund auf der anderen Seite für Anspannung sorgen. Dadurch sei der Preisverfall hoch, die Ergebnissituation nicht befriedigend gewesen. Bereits im Oktober, nach der ersten Hälfte des noch laufenden Geschäftsjahres, hatte die Ricoh Company, Ltd. ihre Prognose für das erste Halbjahr und ebenso den Forecast für das volle Geschäftsjahr nach unten korrigiert.

Deutschland ist, so Ricoh, der größte Absatzmarkt für den Maschinenhersteller in Westeuropa. Daran werde auch das vorgeschlagene Restrukturierungsprogramm nichts ändern. Strategisch wichtige Geschäftsbereiche, wie zum Beispiel IT-Services, Business-Process-Services, Communication Services oder Additive Manufacturing (3D-Druck) sollen auch weiterhin gestärkt und ausgebaut werden. Die geplante Stellenstreichung werde nach Aussagen von Ricoh überwiegend in der Administration und im Backoffice, also vor allem im Bereich der Verwaltungsaufgaben, geschehen und nicht aprupt, sondern schrittweise erfolgen. Derzeit beschäftigt Ricoh Deutschland rund 3000 Mitarbeiter.
 
„Die jetzt vorgeschlagene Restrukturierung ist wichtig und notwendig, damit das Unternehmen in diesem sich auch weiterhin dynamisch verändernden und sehr anspruchsvollen Marktumfeld langfristig wettbewerbsfähig und erfolgreich agieren kann“, erläutert Niculae Cantuniar, CEO von Ricoh Deutschland.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Cewe übernimmt Berliner Druckerei Laserline

Erwerber geht davon aus, dass Laserline erst ab 2019 Gewinn abwerfen wird
Laserline

Die Cewe Stiftung & Co. KGaA will weiter im kommerziellen Online-Druck wachsen und übernimmt das Berliner Unternehmen Laserline. Die Übernahme muss noch vom zuständigen Kartellamt genehmigt werden. Das Unternehmen, das 160 Mitarbeiter beschäftigt, soll 2018 voraussichtlich einen Umsatzbeitrag von rund 15 Mio. Euro leisten. Laut einer Cewe-Mitteilung wird "für 2018 noch nicht mit einem positiven Ergebnisbeitrag [gerechnet]".

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Deutscher Druck- und Medientag 2017

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Ganz großes Kino für Print: Wie die Creatura-Initiative begeistert

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Rechnen Sie mit einem starken Jahresendgeschäft?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...