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Ringier beklagt Kapazitätsüberhang von 35 Prozent im Schweizer Druckmarkt

Schweizer Verlags- und Druckkonzern blieb auch 2009 noch profitabel

Die Wirtschaftskrise sowie der Einbruch im Werbemarkt haben im vergangenen Jahr auch beim Schweizer Verlags- und Druckunternehmen Ringier deutliche Spuren bei Umsatz und Gewinn hinterlassen. Der Umsatz 2009 erreichte umgerechnet ca. 907 Mio. Euro (nach 1,074 Mrd. Euro im Vorjahr), das EBITDA lag bei 49,4 Mio. Euro (Vorjahr 84,86 Mio.) und der Jahresgewinn nach Steuern bei 12 Mio. Euro (Vorjahr 43,4 Mio.). „Durch die energisch durchgeführten Sparprogramme“, so das Unternehmen, habe man erneut über der Gewinnschwelle bleiben können. Ringier Schweiz und Deutschland generierte 2009 einen Umsatz von umgerechnet knapp 576 Mio. Euro. Dazu trug das Verlagsgeschäft von Ringier Schweiz und Deutschland mit 383 Mio. und Ringier Print Schweiz (Swissprinters) mit 192,9 Mio. Euro im Drittkundengeschäft bei.
In Deutschland hat die Kunstzeitschrift Monopol laut Ringier ihre Position im obersten Lesersegment festigen können. Cicero, das „Magazin für politische Kultur“, konnte die Auflage das neunzehnte Mal in Folge von einem Quartal zum nächsten steigern.
Für den Umsatzrückgang im Schweizer Druckmarkt macht Ringier die „noch immer existierenden Kapazitätsüberhänge von etwa 35 Prozent“ verantwortlich sowie in noch größerem Ausmaß den damit einhergehenden Margenzerfall bei der Swissprinters Gruppe, an der Ringier mit 58,8 Prozent Mehrheitseigentümerin ist. Aus diesem Grund würden Prozesse und Organisationen ständig weiter optimiert, damit die Produktivität gesteigert und die Druckereien im Wettbewerb bestehen könnten. So sei auch die im vergangenen Jahr gefällte Entscheidung zu verstehen: Ringier Print Zofingen steigt aus dem Tiefdruck aus und wird statt dessen seine Zeitschriften und Werbedrucksachen im Rollenoffset produzieren.

Ringier http://www.ringier.ch

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